Illschwang.
Trickbetrüger ausgetrickst

Das angebotene "Pfand" für "geliehene" 500 Euro erwies sich schnell als wertlose Blenderware. Bild: Polizei
(zm) In Polizeikreisen ist die Masche bekannt und heißt "Autobahngold". Doch am Montagvormittag geriet ein 31-jähriger Trickbetrüger aus Südosteuropa, der auf diese Tour reiste, an den Falschen. Auf der auch als Autobahnzubringer fungierenden Staatsstraße 2164 hatte der später festgenommene Mann gegen 11.30 Uhr bei Aichazandt eine Panne mit seinem 5er BMW vorgetäuscht.

Ein hilfsbereiter Illschwanger (62) hielt an. Der vermeintlich gestrandete Autofahrer gab an, dass ihm der Sprit ausgegangen sei. Deshalb machten sich beide mit dem Pkw des 62-Jährigen auf den Weg nach Sulzbach-Rosenberg. Auf der Fahrt bat der Jüngere seinen Chauffeur mehrfach, ihm doch für nur zwei Tage 500 Euro zu leihen. Im Gegenzug bot er als "Pfand" einen "goldenen" Siegelring an.

In Sulzbach-Rosenberg angekommen, verließ der Illschwanger unter dem Vorwand, das Geld bei einer Bank besorgen zu müssen, mit dem Ring den Wagen, und der Osteuropäer wartete beim Fahrzeug. Der 6"-Jährige ging kurzerhand zu einem Juwelier, der bereits mit einer Sichtprüfung schnell feststellte, dass es sich bei dem Siegelring um wertlose Blenderware handelte.

Unverzüglich wurde die Polizei informiert, die den Betrüger kurze Zeit später vorläufig festnahm. Weil der Mann schon mehrfach polizeilich aufgefallen ist, musste er vor seiner Entlassung auf Anordnung der Staatsanwaltschaft eine Sicherheitsleistung in Höhe von 200 Euro hinterlegen.

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor der "Autobahngold"-Betrugsmasche, die nach den bisherigen Erfahrungen besonders in den Sommermonaten an Autobahnen und überörtlichen Straßen vermehrt festgestellt wird.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juli 2015 (8666)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.