Ilsenbacher Pfarrer Josef Höning kehrt für 50-Jähriges Priesterjubiläum in seinen Heimatort ...
Priester feiert "Goldenes" daheim

Pfarrer und Besucher bestaunten den großzügig geschmückten Blumenteppich vor der Kirche zu Ehren des Priesterjubilars. Bilder: arw
Was die Ilsenbacher Gläubigen aus Anlass des goldenen Priesterjubiläum ihres gebürtigen Pfarrers Josef Höning auf die Beine gestellt haben, hat ihn fast erschrocken. Der Jubilar bekannte: "Hier bin i dahoam."

Es dürfte ganz Ilsenbach auf den Beinen gewesen sein, als der Priester in der Wallfahrtskirche zum Jubelgottesdienst einzog. Sichtlich bewegt zeigte er sich über den herrlichen Blumenteppich vor der Kirche. Die Messfeier im geschmückten Gotteshaus zelebrierte er mit Pfarrer Wundlechner und Kaplan Konrad Maria Ackermann. Die Ilsenbacher Frauen hatten die ganze Kirche mit Blumen geschmückt.

Am 4. Juli 1965 hat Pfarrer Höning hier sein erstes Messopfer gefeiert. "Es freut uns sehr, lieber Josef, dass Du in deiner Heimatgemeinde Dein 50-jähriges Priesterjubiläum nachfeierst", sagte Pfarrer Wundlechner. Vor der Weihe sucht sich jeder Priester einen Primizspruch aus. In diesem Spruch werde deutlich, was dem Einzelnen während seiner Vorbereitung auf die Weihe wichtig geworden ist. Der Vers von Pfarrer Höning lautete: "Herr, du hast mich nicht gekannt und hast mich dennoch erwählt. Nimm mich also, wie ich bin und mach mich so, wie du mich haben willst."

Predigt statt Laudatio

Der Jubilar wollte keine Rede, sondern predigte lieber über die Berufung. "Wann hast du dich entschieden, erkannt, gespürt, der plötzliche Entschluss oder ein besonderes Erlebnis? Jede menschliche Berufungsgeschichte beginnt mit dem Ruf Gottes", sprach der Festprediger.

"Auch Priester, Ordensleute und Christen in geistlichen Gemeinschaften sind kein Übermenschen. Sie haben auch mit ihren Fehlern und Sünden zu kämpfen. Deshalb bitten wir sie um ihr Gebet für uns". Gebet bringe Segen und forme Menschen. "Es stärkt uns, baut uns auf, wenn jemand sagt, ich bete für Sie." Mit dem Bayernlied und dem Lied "Großer Gott, wir loben dich", das sich der Priminziant gewünscht hatte, endete der feierliche Gottesdienst.

Beim anschließenden Stehempfang gratulierte für den Pfarrgemeinderat Wolfgang Dobner: "Solche Geistlichen brauchen wir." Dem Musikliebhaber schenkten sie zwei Karten für ein Konzert der Regensburger Domspatzen bei ihrem Konzert in der Josefskirche in Weiden.

Musik- und Alpinfan

Bürgermeister Rudolf Schopper schenkte ein Heimatbuch. Für die Feuerwehr und den Kriegerverein Ilsenbach überreichte Karl- Heinz Thomas ein Bild vom Empfang als Priminziant. Mit einheimischen Liedern gratulierten die Ilsenbacher Sänger. Einiges zu erzählen gab es, als der begeisterte Alpinist den Altenstädter Walter Hierlmeier traf, mit dem er schon den Montblanc bestiegen hatte. Als Ruhestandspfarrer ist Höning nun in Neunaigen tätig.
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