Im Blickpunkt

Flotte Weisen entlockte Martin Kimich seiner Steirischen Harmonika. Monika Fink (links) freute sich, dass er wieder einmal beim Wirtshaussingen dabei war. Bild: jzk
Treue Musikanten

Kötzersdorf. (jzk) Ungebrochen ist die Beliebtheit des Wirtshaussingens, das Monika Fink leitet. Ingrid Neugebauer und Ernst Bitterer feierten dabei eine umjubelte Premiere in Kötzersdorf. Im Duett sangen sie das Lied "Reich mir deine beiden Hände und dein Herz dazu." "Wie könnte es ohne Männer herrlich sein" lautete eine Passage in der "Moritat auf die Männer".

Ernst Bittner zeigte sich im Lauf des Nachmittags als Akkordeonspieler, Schnaderhüpflsänger und Humorist. Josef Sturm, einer der treuesten Musikanten, spielte auf der "Steirischen" einen Boarischen und das Walzerlied "Tief im Frankenwald". Von einem entbehrungsreichen Leben kündete das Lied "I bin a Stoahauer", bei dem sich Herbert Diesner selbst auf der Gitarre begleitete. Nach dem traurigen Liebeslied "Triechater Klöi" trug er das besinnliche Herbstlied "Denk an den Herbst in dein Lebn" vor. "Immer, wenn's um Geld geht, dann hört die Freundschaft auf", gab Alois Lippert in einem Lied zu bedenken. Der 88-jährige Musikant aus Tirschenreuth begleitete sich bei den Liedern "Mariele, i hob di gern", "Oba wenn da Sunta kummt, da geht's ma goud" und "Der alte Schmied" selber auf seiner "Harmonie".

Als Wunschlieder der Gäste stimmte Monika Fink "Jessas, Leit, heit gibt's a Musi", "Mir san vom Woid dahoam", "Der böhmische Johann"; "Der Fensterstockhias" und "Das alte Försterhaus" an. Auch das Riesengebirgslied ("Blaue Berge, grüne Täler") und das Fichtelgebirgslied ("Ich bin gewandert weit umher") gehörten zu den Favoriten der sangesfreudigen Gäste. Sie ließen sich im fast voll besetzten Saal im Landgasthof Busch durch das miese Novemberwetter nicht die Laune verderben. Das Erfolgsrezept der gemütlichen Runde ist ganz einfach. Es gibt kein festes Programm und jeder, der Lust zum Singen oder Spielen hat, macht mit. Auf Perfektion kommt es nicht an. Den sangesfreudigen Gästen gefällt es, dass sie sich ihr Lieblingslied aus der Liedermappe wünschen können.

In bewährter Manier übernahmen Rudolf Fink (Steirische Harmonika), Roland Küffner (Akkordeon), und Josef Zaglmann (Akkordeon) die instrumentale Begleitung der Sänger. Herbert Diesner zupfte auf seiner Gitarre die passenden Akkorde. Sie spielten ohne Noten und bewiesen ihr Improvisationstalent. Spontan transponierten sie Lieder in eine tiefere Tonart, damit "man nicht so hoch hinauf singen muss". Frischen Wind brachte Manfred Döllinger aus Weiden mit seinen Potpourris bekannter Unterhaltungsmelodien in die Musikanten-Runde.

Ein gerngesehener Gast ist Martin Kimich aus Kulmain. "Mit dem "Tippel-Boarischen", dem Walzer "Grüne Tannen" und der "Tiroler Buam Polka" demonstrierte er eindrucksvoll, dass er zu den besten Harmonikaspielern in der Region gehört. Dass er nicht auf den Mund gefallen ist, bewies er mit humorvollen Wortbeiträgen.

Die Kemnather Sängerinnen stimmten das Heimatlied "Hoch am Himmel droben strahlt ein heller Stern" an. Freudig stimmten alle in den Refrain "O du mein stilles Tal, o du mein Heimatland" ein. Auch ihr zweites Lied "In Dirngröi is schöi" kam beim Publikum gut an. Als Stimmungskanone erwies sich Josef Daubenmerkl aus Walbenreuth bei Waldershof. Mit seinen Witzen und dem lustigen Lied vom "Goudn boarischen Bier" heizte er die Stimmung an. Ohne Probe übernahm Ernst Bitterer die Akkordeonbegleitung. Auch Ludwig Biersack aus Ramlesreuth hatte ein Loblied auf den edlen Gerstensaft auf Lager.

Für einige besinnliche Momente sorgte die Zitherspielern Isolde Bauer aus Störnstein mit dem ruhigen "Auf der Bergeswiese". Wirt Bruno Busch sorgte mit seinem Team für Speis und Trank. In seinem Lokal geht auch das nächste Wirtshaussingen kurz vor Weihnachten am 21. Dezember um 14 Uhr über die Bühne.
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