Im Blickpunkt: Verhängnisvolle Liebesbeweise im Internet

Halb- bis Ganznacktfotos werden nach den Worten von Thilo von Hanstein heute schon von 12- bis 15-jährigen an Freunde verschickt - "und zwar von der 62 Prozent dieser Altersgruppe". Die Folgen dieser Liebesbeweise oder Mutproben seien den Jugendlichen nicht bewusst. Die Fotos führten, in die falschen Hände gelangt, nicht nur zu Mobbing und Verunglimpfung, sondern auch zu Problemen bei Bewerbungen.

Zu verfänglichen Fotos kämen oft entsprechende Kommentare, woraus sich das Problem des "Sexting" ergebe. Pädophile würden oft nur darauf warten, "um in Kontakt zu treten". Ein Problem sei, dass die Bilder weltweit im Internet zu finden seien und dort praktisch nie völlig gelöscht werden könnten.

Das kann laut Hanstein Betroffene nicht nur zu Opfern von Cyber-Mobbing machen: Es führe sogar bis zum Selbstmord. Die Gefahr beim Cyber-Mobbing liege in der Anonymität der Täter, die sich im Netz sicher fühlten.

Das Versenden und Speichern solcher Nacktfotos falle unter Kinderpornographie. Soziale Medien wie Facebook oder Whatsapp könnten gefährlich sein, betonte Hanstein: "Das Internet vergisst nichts". (sön)
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