Im Derby mit Dreier nachlegen

Im Hinspiel jagten die SpVgg-SV-Akteure eine Halbzeit lang ihren Gegenspielern hinterher und lagen beim SSV Jahn Regensburg II mit 0:2 hinten. Nach dem Wechsel starteten die Weidener eine Aufholjagd, die mit dem Ausgleich in der Nachspielzeit belohnt wurde. Im zweiten Spiel der Rückrunde peilt die SpVgg SV am Freitagabend gegen die Regensburger einen Heimsieg an. Auf dem Bild versetzt Jahn-Spieler Andreas Jünger die beiden Weidener Innenverteidiger Martin Schuster (rechts) und Andreas Wendl. Bild: A. Schwar

Die Bayernliga Nord biegt langsam auf die Zielgerade vor der Winterpause ein. Für die SpVgg SV Weiden stehen noch drei Heimspiele sowie eine Auswärtspartie auf dem Terminplan. Den Auftakt macht das Gastspiel des SSV Jahn Regensburg II am Freitagabend im Sparda-Bank-Stadion.

Weiden. (ssl) Am Ziel der Schwarz-Blauen für die kommenden Wochen gibt es keinen Zweifel. Weiter an den oberen Tabellenplätzen dranbleiben und den Abstand bestenfalls weiter verringern, lautet die Aufgabenstellung. "Wir wollen gerade zu Hause da weiter machen, wo wir aufgehört haben. Die Punkte müssen bei uns bleiben", setzt Trainer Tomas Galasek auf den Heimvorteil im Oberpfalzderby (Anstoß: 19 Uhr).

Allerdings gehört U23 des Regionalligisten nicht gerade zu den Lieblingsgegnern der Weidener. Im Vorjahr konnte die Elf von Trainer Ilija Dzepina beide Partien für sich entscheiden. Im Hinrundenspiel lag die SpVgg SV nach 28 Minuten bereits mit 0:2 hinten, ehe ein Treffer von Josef Rodler in der Nachspielzeit zum 2:2 doch noch einen Punkt bescherte.

"Wir haben in Regensburg noch mit einer Raute im Mittelfeld gespielt. Damit sind wir aber nicht zurecht gekommen. Die Umstellung damals nach der Pause war wichtig für das Spiel, aber auch für den gesamten Saisonverlauf", ordnet Galasek das Vorrunden-Derby als wegweisend für die Entwicklung seines Teams. Die Stärken des Gegners weiß Galasek zu schätzen: "Das ist eine junge, laufstarke Mannschaft, die uns alles abverlangen wird. Wir müssen wieder stabil stehen und dürfen ihnen keine Räume geben."

In der Tat stehen im Kader der Rot-Weißen viele junge Akteure aus der Umgebung von Regensburg und der eigenen Bayernliga-U19. Viele wollen den Sprung in den Profikader schaffen. Dass dies aber nicht einfach ist und unerfahrene Spieler oft Formschwankungen aufweisen, zeigte sich zuletzt. In den letzten vier Wochen ist der SSV Jahn II nach drei Niederlagen in Folge von Platz 9 auf 13 abgerutscht. Bei einer Niederlage in Weiden droht die Zurückstufung auf einen Relegationsrang. Ein Wiedersehen könnte es mit Sven Kopp geben. Der Ex-Weidener ist Mitglied des Regionalligakaders, wobei er deutlich mehr Einsatzzeit im Bayernligateam erhält.

Bei der SpVgg SV ist die Siegesserie zwar gerissen, allerdings ist man nun sieben Spiele ungeschlagen. Keeper Dominik Forster konnte seine Bilanz auf ohne Gegentor auf 404 Minuten ausbauen. "Würzburg war sehr stark. Dort werden auch noch andere Mannschaften Punkte liegen lassen. Der Zähler ist wertvoll, wenn wir heute mit einem Sieg nachlegen", sagt Galasek.

Personell bieten sich für den Ex-Profi wieder mehr Alternativen. Rafael Wodniok, Johannes Scherm und auch Enis Saramati haben ihre Verletzungen überstanden und kehren ins Aufgebot zurück. So fehlt neben den Langzeitverletzten nur Mattias Heckenberger wegen seines Muskelfaserrisses im Oberschenkel.
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