Im Dienst der Gemeinschaft

Mit verschiedenen Medaillen würdigte die Stadt Mitterteich das Wirken von Wilhelm Forster, Hannelore Bienlein-Holl (von links), Karl Burger und Mila Braun (von rechts). Bürgermeister Roland Grillmeier (Mitte) nahm in feierlichem Rahmen die Verleihung der Auszeichnungen vor. Bild: lnz

Vier verdiente Persönlichkeiten, drei verschiedene Auszeichnungen: In einer Festsitzung des Mitterteicher Stadtrats verlieh Bürgermeister Roland Grillmeier die Dr.-Theobald-Schrems-Medaille, die Ehrenmedaille in Silber und zweimal die Goldene Bürgermedaille.

"Menschen wie Mila Braun, Hannelore Bienlein-Holl, Wilhelm Forster und Karl Burger prägen unsere Stadt und die Region", betonte Roland Grillmeier zu Beginn der Sitzung im festlich geschmückten Saal des alten Rathauses. Sie hätten sich über Jahrzehnte hinweg in den Dienst der Gemeinschaft gestellt.

Soziales Gewissen

Für hervorragende Verdienste um die Stadt überreichte Roland Grillmeier die Goldene Bürgermedaille an die früheren Stadträte Mila Braun und Wilhelm Forster. "Sie war Aktivposten und soziales Gewissen dieses Gremiums", sagte Grillmeier über Mila Braun, lobte ihre "wertvollen Beiträge und Ratschläge" und erinnerte an ihren jahrzehntelangen Einsatz für die Porzelliner. "Eine Stadt kann stolz sein, wenn sie solche Menschen wie dich hat!"

Als wichtigen Praktiker und zuverlässigen Partner bezeichnete der Bürgermeister Wilhelm Forster, von dem er viel habe lernen können. Mit vielen Hinweisen und auch kritischen Anmerkungen aus unternehmerischer Sicht habe Forster dazu beigetragen, dass die Stadt auf dem richtigen Weg geblieben sei. "Damit hast du dir fast ein Denkmal gesetzt", kommentierte Grillmeier die umfangreiche Investition der Firma Forster auf dem Gelände der ehemaligen Porzellanfabrik. "Die Familie Forster ist aus Mitterteich nicht wegzudenken."

"Vorbild für viele"

Mit der silbernen Ehrenmedaille würdigte die Stadt die Verdienste von Hannelore Bienlein-Holl im sozialen Bereich. "Sie ist eine Frau, die anpackt, wo Hilfe erforderlich ist, und die sich einmischt, wo soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit in Gefahr sind", so Bürgermeister Grillmeier. Unter ihrer Führung habe sich der AWO-Kreisverband außergewöhnlich entwickelt, in Mitterteich zähle dieser heute zu den größeren Arbeitgebern. Auch im Ruhestand engagiere sie sich hoch motiviert weiter. "Hannelore Bienlein-Holl ist ein Vorbild für viele."

Karl Burger erhielt für seinen langjährigen Einsatz als Großensterzer Ortssprecher die Dr.-Theobald-Schrems-Medaille. Laut Roland Grillmeier zählt das Dorf zu den schönsten im Landkreis, was auch ein Verdienst Burgers sei. Selbst in strittigen Auseinandersetzungen habe er immer Ruhe bewahrt und versucht, eine gerechte Lösung zu finden.

Mila Braun zeigte sich gerührt und sprach von einer großen Überraschung: "Ich habe mit allem gerechnet, aber nicht mit dieser Ehrung." Zwar sei sie schon häufig ausgezeichnet worden, aber über keine andere Ehrung habe sie sich so gefreut. Bescheiden wie eh und je gab sich Wilhelm Forster: "Ich bin auch überrascht, aber vor allem deshalb, weil es in Mitterteich andere gibt, die diese Ehrung eher verdient hätten."

Hannelore Bienlein-Holl freute sich, dass sie diese Auszeichnung erhalte, obwohl sie keine Mitterteicherin sei. "Als Wahl-Mitterteicherin hat es mir hier aber immer gefallen." Bienlein-Holl wollte die Verleihung der Medaille auch als Ehrung aller verstanden wissen, die die AWO zusammen mit ihr aufgebaut hätten. Kurz ging sie auf die vom Bürgermeister genannte Zahl von mehr als 100 Mitarbeitern ein, die inzwischen bei der AWO tätig sind: "Als ich ausgeschieden bin, waren es erst 83." Die jüngste Steigerung sei also ein Verdienst ihrer Nachfolgerin. "Man sieht, dass die AWO auch bei Angelika Würner in guten Händen ist."

Den kurzen Dankesworten von Karl Burger schloss sich ein kleiner Sektumtrunk an, danach folgte ein festliches Essen im Raumberghof.
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