Im Einsatz auf dem Mittelmeer
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Eschenbach. (rn) "Es war unsere seemännische Pflicht": Den Kommandeur der "Task Group Seenotrettung", Kapitän zur See Andreas Seidl, zitierte Johannes Schreglmann zu Beginn der Monatsversammlung der Reservistenkameradschaft. Der Vorsitzende informierte dabei über den Einsatz der Fregatte Hessen und des Einsatzgruppenversorgers Berlin auf dem Mittelmeer zwischen Libyen und Sizilien.

Schreglmann berichtete von der Rettung von 419 Flüchtlingen beim ersten Einsatz, denen nach einem langen und von großer Angst begleitetem Weg aus Somalia, Eritrea und Äthiopien ein Gefühl der Sicherheit gegeben worden sei. Die Flüchtlinge und ihre zu Hause gebliebenen Familienangehörigen hätten an die Schlepper 3000 Euro entrichten müssen.

Der Referent ging auch auf die Anweisung ein, Flüchtlingsboote nach der Bergung der Passagiere zu versenken. Er gab dazu eine Erklärung des Sprechers des Marienverbands Seenotrettung wieder: "Sie würden sonst auf offenem Meer ein Schifffahrtsrisiko für andere Boote darstellen. Zum anderen könnte es sein, dass wir ein leeres Boot aus der Luft irrtümlich als ein in Seenot befindliches Boot wahrnehmen und hinfahren, um es zu retten."

Schreglmann kündigte abschließend weitere Informationen über das von der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini entwickelte Konzept für einen Militäreinsatz an der libyschen Küste an.
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