Im hohen Alter jung geblieben

Der Obst- und Gartenbauverein mit Willi Trummer (Zweiter von links) an der Spitze erhielt zum Jubiläum viel Anerkennung und Lob von (von links) Dieter Kies, Rosa Prell, der stellvertretenden Bezirksvorsitzenden, Holunderkönigin Claudia I., Kreisvorsitzendem und stellvertretendem Landrat Albert Nickl und zweitem Bürgermeister Karl Lorenz. Bild: rn

Zweiter Bürgermeister Karl Lorenz brachte es zum Jubiläum auf den Punkt: "Der Obst- und Gartenbauverein hat seit mehr als 100 Jahren einen festen Platz in unserer Stadt. Er bewegt, feiert, informiert und vollbringt nützliche Taten." Bei der 110-Jahr-Feier zeigte sich das einmal mehr.

Dem Jubiläum angepasst hatten die Gartlerfrauen den Pfarrsaal in ein Schmuckkästchen verwandelt und die Farbenpracht des Herbsts ins Haus geholt. Außerdem sorgten sie für Gaumengenüsse.

Im großen Kreis der Gartenfreunde fühlten sich neben zweitem Bürgermeister Karl Lorenz und Stadtverbands-Vize Dieter Kies auch Kreisvorsitzender und stellvertretender Landrat Albert Nickl, Holunderkönigin Claudia I. aus Floß, die stellvertretende Bezirksvorsitzende Rosa Prell und Klaus Körber von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim sichtlich wohl. Vorsitzender Willi Trummer entbot auch Otto Spiegl, dem Enkel des Mitbegründers und damaligen Bürgermeisters der Gemeinde Thomasreuth, ein herzliches Willkommen.

Der Obst- und Gartenbauverein bewies mit der Veranstaltung erneut, dass er im hohen Alter jung geblieben ist, was Aktivitäten und Ideen betrifft. Der Wunsch nach einem schönen und unterhaltsamen Nachmittag ging in den folgenden Stunden in Erfüllung. Dazu trug auch Couplet-Sänger Sepp Kämpf bei.

Kurz fasste sich Rosa Prell in ihrem Grußwort. Die stellvertretende Bezirksvorsitzende stellte Bedeutung und Wert der Obst- und Gartenbauvereine in den Vordergrund und wünschte sich mit Blick in den Saal "noch ein paar junge Mitglieder". Prell rief die Eschenbacher Gartenfreunde auf, wie bisher zusammenzuhalten. Als Nachschlagewerk zur Gartengestaltung übergab sie Trummer den Bildband "Übern Zaun gschaut".

Natur erleben und genießen

Dass der Obst- und Gartenbauverein ein so hohes Alter erreicht hat, ist für zweiten Bürgermeister Karl Lorenz ein Beweis, "dass es ihm gelungen ist, über viele Generationen hinweg attraktiv zu bleiben, und dass seine Mitglieder mit großem Engagement die Vereinsgemeinschaft pflegen". Für seine Behauptung "Wer einen Garten hat, kann sich glücklich schätzen" fand er eine plausible Begründung: "Er kann im Laufe eines Jahres das Werden und Wachsen und auch das Vergehen der Natur erleben und die Jahreszeiten genießen."

Der zweite Bürgermeister zeigte sich auch überzeugt von den positiven Nebenwirkungen der Gartenarbeit und erhielt dankbare Reaktionen auf seine Aussage: "Und was schmeckt besser als selbst angebautes Obst und Gemüse." Lorenz stellte Vergleiche an zwischen den Aufgaben und Aktivitäten des Vereins einst und heute.

Mit vielen Pflanzaktionen versuchten die Gartenfreunde, bei Erwachsenen und besonders bei Kindern den Gedanken an eine intakte Umwelt wach zu halten oder neu zu beleben. Der zweite Bürgermeister lobte die Vielfalt im Veranstaltungskalender des Vereins. Mit Anerkennung sprach er von den repräsentativen Ständen der Gartler bei Festen und übergab eine Geldspende.

Vielfältige Funktionen

Dieter Kies vom Stadtverband sah in den schmucken Gärten eine Verschönerung des Stadtbildes und eine Verbesserung der Lebensqualität. Er erinnerte an die alte Gartentradition auf den Bauernhöfen, wo die Obstbäume als Obst-, Saft- und Schnapsspender genutzt wurden. Außerdem dienten sie als Schattengeber, Windbremse und Klimaverbesserer.

Dem Obst- und Gartenbauverein bescheinigte er, dass er "das Wissen der bäuerlichen Obst- und Gartenpflege weiterträgt und die Landschaft in unserer schönen Stadt hegt und pflegt". Auch er wartete mit einer Zuwendung auf. Kurz notiert
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