Im Kneipp-Becken gilt Hunde-Verbot - Nach Ärger mit Tierbesitzer nun ein Schild
Bello muss draußen bleiben

Mit großen Erwartungen wurde 2009 das Kneippbecken in Theuern erbaut. Dann gab es ein massives Algen-Problem. Das ist inzwischen behoben. Dafür tat sich ein neues Diskussions-Thema auf: Dürfen Hunde in das Becken?

Herrchen will's wissen

Zwar sagt der gesunde Menschenverstand, dass ein Kneippbecken nicht für Hunde gedacht ist. Doch sah sich Ronny Gäßner vom Bauamt veranlasst, den Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung explizit darauf hinzuweisen: Ein Hundebesitzer wollte von der Gemeinde ganz offiziell geklärt haben, ob Vierbeiner ins Becken dürfen oder nicht.

Die Kinder des Beschwerdeführers waren nämlich im Bassin, um sich abzukühlen - und der Hund offenbar auch. Prompt gab es eine verbale Auseinandersetzung mit einem Anwohner. Ein Verbotsschild war nicht da: Folglich war's auch nicht verboten, argumentierte der Hundehalter.

Jetzt offiziell verboten

Der Ausschuss zog das Fazit: Weder Mensch noch Tier haben sich strafbar gemacht - gleichwohl ist das Hunde-Kneippen nicht erlaubt. Und wird deshalb sofort mit einem für alle sichtbaren und entsprechenden Schild untersagt.

Das Becken ist jetzt Anziehungspunkt für Wanderer und Radfahrer und Kneippianer - ganz so, wie es einmal angedacht war. Doch der Weg dahin war nicht ganz einfach. Zunächst hatte die Anlage zwar ihren Zweck erfüllt. Doch dann wurde sie viel zu warm, Algen wucherten und das Bassin wurde daraufhin kaum mehr benutzt.

Gut 50 000 Euro hatte das Becken seinerzeit die Gemeinde gekostet. Die Hälfte davon war durch das Leader-Förderprogramm abgedeckt. Die Sanierung schlug dann 2014 mit weiteren rund 15 000 Euro zu Buche.

Jetzt ist alles, wie es sein soll: das Becken verkleinert, frisches Wasser, keine Algen, sauber, kühl und damit in Ordnung. Ein vom Heimatverein organisierter überdachter Freisitz mit Pavillon ist schon da, kleinere Spielgeräte sollten jetzt noch aufgestellt werden, berichtete Herbert Breitkopf (SPD). Der Heimatverein in Theuern wolle sich darum kümmern.

Auch für Senioren sollte dort noch "was hingestellt werden" - das wünscht sich Bürgermeister Roland Strehl.
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