Im Notfall stets zur Stelle

Blumen bekam die langjährige Dorfhelferin Marlies Rumpler (Dritte von links) zum Abschied. Mit im Bild: Hans Meier und Hans Weißlein (von links) sowie (von rechts) Maria Polewka, Bauernverbands-Geschäftsführer Thomas Bayerl, Christiane Heinrich und Johanna Hell. Bild: gf

Dorfhelferinnen springen ein, wenn in einer Familie oder einem Haushalt "Not am Mann" ist: Seit mehr als 20 Jahren tat dies auch Marlies Rumpler. Zum Ende des Monats geht die gute Seele der sieben, vom Maschinen- und Betriebshilfsring Amberg-Sulzbach betreuten Dorfhelferinnen in den Ruhestand.

(gfr) Im Landgasthof Aschenbrenner in Paulsdorf feierte am Dienstag Marlies Rumpler ihren Abschied als Dorfhelferin. Sie hatte es keinesfalls eilig, zur Abschiedsfeier zu kommen - die Hofarbeit, die für Marlies Rumpler immer im Mittelpunkte stand, hatte auch an diesem Abend Vorrang. Angestellt war sie bei der Katholischen Dorfhelferinnen- und Betriebshelfer in Bayern GmbH (KDBH) mit Sitz in Landshut, im Landkreis Amberg-Sulzbach werden die Dorfhelferinnen und Betriebshelfer vom Maschinen- und Betriebshilfering eingesetzt.

Stets auch sozial engagiert

Bereits 1980 war Marlies Rumpler für den Maschinenring tätig, legte 1988 die Meisterprüfung als Hauswirtschafterin ab, absolvierte 1994 die Dorfhelferinnenschule und nahm ihre Arbeit in Familien und am Hof mit Leidenschaft wahr. Hans Meier, Vorsitzender der KDBH-Station Amberg-Sulzbach, meinte, dass Marlies Rumpler in den letzten 20 Jahren unzählige Familien und landwirtschaftliche Betriebe betreut habe, die sich gerne an ihre Dorfhelferin erinnern werden, Rumpler habe nicht nur ihre Tätigkeit erledigt, sondern sich immer auch sozial engagiert.

Habe es einen Notfall gegeben, habe Marlies Rumpler alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Abhilfe zu schaffen, lobte Johanna Hell (KDBH). Mit Leib und Seele habe sie ihre Arbeit erledigt. Hell erklärte, dass die Dorfhelferinnen-Ausbildung fünf Jahre läuft: drei Jahre hauswirtschaftliche Schulung, weitere zwei die Fachausbildung zur Dorfhelferin. Brigitte Trummer (Bauernverband) betonte, dass Dorfhelferin kein Job sei, dafür müsse man berufen sein.

Mit großer Erfahrung

BBV-Kreisobmann Franz Kustner bezeichnete Rumpler als eine Dorfhelferin mit großer Erfahrung, zuverlässig und vielfältig, daher überall einsetzbar. Sie gelte für alle Dorfhelferinnen als Musterbeispiel. Der beim Maschinenring zuständige Einsatzleiter für Dorfhelferinnen und Betriebshelfer, Hans Weißlein, würdigte ebenfalls die Leistung von Marlies Rumpler. Sie habe die Arbeit der Dorfhelferinnen geprägt. Derzeit könne der Maschinenring auf je sieben Dorfhelferinnen und Betriebshelfer zurückgreifen. Außerdem stünden kurzfristig zwischen 20 und 30 ehrenamtliche Einsatzkräfte zur Verfügung. Johanna Hell stellte die künftig für den Landkreis zuständige ehrenamtliche Einsatzbegleiterin vor: Maria Polewka ist ausgebildete Familienberaterin, war selbst lange Jahre Dorfhelferin und Bäuerin.

Neu im Kreis der Dorfhelferinnen ist Christiane Heinrich (Gigglsberg), gelernte Hauswirtschafterin mit Fachausbildung, die als selbstständige Unternehmerin tätig ist.
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