Im Oberpfalzderby ohne Chance

Die Blue Devils hatten im Oberpfalzderby beim EV Regensburg nicht den Hauch einer Chance. Die Weidener gingen am Freitagabend in der Donau-Arena mit 5:11 unter. In Spiellaune präsentierte sich vor allem die Regensburger Paradereihe um Torjäger Louke Oakley (Bild), der fünf Treffer erzielte. Bild: Gebert

Das Oberpfalzderby zwischen dem EV Regensburg und den Blue Devils war eine klare Sache für den neuen Tabellenführer der Oberliga Süd. Die Weidener gingen am Freitag in der Donau-Arena mit 5:11 unter. Den Unterschied machte vor allem der "SOS"-Sturm der Regensburger aus.

Regensburg. (gb) "Es wird sehr schwer, aber nichts ist unmöglich", hatte sich Devils-Trainer Fred Carroll vor dem Abschlusstraining am Donnerstag noch vorsichtig optimistisch gezeigt. Der Deutsch-Kanadier wurde schnell eines Besseren belehrt, denn der haushoch überlegene Favorit gab von Beginn an klar den Ton an. Die Blue Devils wurden schon in der Anfangsphase überrannt und am Ende gingen sie deutlich mit 5:11 (1:5, 2:4, 2:2) geschlagen vom Eis.

Viele Abwehrfehler

"Wir waren läuferisch und spielerisch klar überlegen. Ich bin sehr zufrieden, mit dem heutigen Spiel und insgesamt wo wir stehen", sagte der Regensburger Trainer Doug Irwin. Fred Carroll war restlos bedient und monierte nicht zum ersten Mal in dieser Saison die vielen Fehler in der Abwehr. "Wir machen immer wieder die selben schlimmen taktischen Stellungsfehler", ärgerte sich Carroll.

Mit einem Defensiv-Block (Marco Pronath, Veit Holzmann und Patrick Schadt) wollte Carroll die Regensburger Top-Reihe in den Griff bekommen. Dieser Versuch schlug fehl: Der Tscheche David Stieler, der Kanadier Louke Oakley und Vitali Stähle erzielten zusammen 20 Skorerpunkte. Oberliga-Torjäger Oakley traf fünf Mal ins Schwarze und steht nach 13 Spielen bereits bei 24 Treffern. "Er spielt wie von einem anderen Stern", lobte Thomas Siller, der Vorsitzende des 1. EV Weiden, den Kanadier.

Bereits nach 36 Sekunden schlug es zum ersten Mal im Kasten von Devils-Goalie Oliver Engmann ein. Torschütze war Oakley, der vor Spielfreude sprühte. Nach sieben Minuten führten die Gastgeber bereits mit 5:1. Verteidiger Nico Ehmann hatte in der zweiten Minute den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt.

"Wir bekamen einfach keinen Zugriff. Regensburg war immer einen Schritt schneller und deshalb sind wir überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen", beschrieb Siller die einseitige Partie und sprach sogar von einem "Klassenunterschied". Im zweiten Abschnitt zog der EVR auf 9:3 davon, für Weiden trafen Konstantin Firsanov (35.) und Florian Zellner (40.). Das Match war längst gelaufen. Im Schlussdrittel legten beide Teams noch jeweils zwei Treffer zum 11:5- Endstand nach. Nach dem Tor von Marcel Waldowsky (47.) setzte der am Donnerstag für vier Spiele verpflichtete Tscheche Frantisek Mrazek (58.) mit einem schönen Treffer den Schlusspunkt.

Sonntag gegen Klostersee

Nach der neunten Niederlage sind die Blue Devils mit elf Punkten weiter Vorletzter. Am Sonntag, 16. November, um 18.30 Uhr gastiert der Tabellenachte EHC Klostersee (16 Zähler) in der Hans-Schröpf-Arena.
Weitere Beiträge zu den Themen: Schröpf (1449)November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.