Im Park auf Du und Du

Rasch entdeckten die "Dreikäsehochs" die vielen Attraktionen auf dem neuen Spielgelände für Jung und Alt.

Dem Regen trotzten die Gäste bei der Eröffnung des Generationenparks. Wie der Name schon sagt, hatte das Programm für Klein und Groß etwas zu bieten.

Mit der Geistlichkeit kam die Sonne. Besorgte Blicke richteten sich am Sonntagvormittag zum Himmel. Dunkle Wolken verhießen für die Einweihung des Generationenparks nichts Gutes. Aus einigen Regentropfen wurde Schnürlregen. Waren die Vorbereitungen für eine feierliche Eröffnung und das anschließende Siedlerfest für die Katz? Die schmucken weiß-blauen Festzelte sollten eigentlich vor der heißen Sommersonne schützen. Nun suchten die Festbesucher vor dem Nass von oben Schutz.

Fitness aus der Stadt

Als der Beginn der Feierstunde nahte und die Ortsgeistlichen Thomas Jeschner und Anne Utz zum Segen Gottes ihres Mess-Stolas anlegten, war der grausame Spuck dann schon wieder vorbei. Zugegeben: Den Regen hat's ja auch gebraucht, aber doch nicht gerade jetzt, dachten sich die vielen Festgäste und der treue Helferstamm der Siedlergemeinschaft. Doch dann, im eitlen Sonnenschein, war alles wieder Friede, Freude, Eierkuchen. Das Seidel Bier schmeckte da schon wieder um einiges besser und auch der Appetit auf die Schmankerln aus der Siedlerküche war wieder da.

Eine feurige Schaschlik-Pfanne, gut gewürzte Steaks, Bratwürste rostbraun gegrillt - die Schlemmermeile war eröffnet. Aus der Räucherkammer leuchteten die goldgelb geräucherten Forellen "zum Anbeißen" und drinnen, im Lagerraum, kurz vorher zum Andreas-Lutz-Haus umbenannt, warteten auf eine große Kundschaft leckere Torten und Kuchen, hausgemacht und von den Siedlerfrauen frisch angeliefert. Dazu eine flott aufspielende Stadtkapelle, die bis in den Nachmittag hinein die gute Stimmung befeuerte, ein schönes Fest.

Nach den Köstlichkeiten war ein Rundgang durch den Generationspark Pflicht. Schon am Vormittag hatte der Nachwuchs die schönsten Gerätschaften erobert. Am Nachmittag mussten dann auch die Eltern das Angebot erkunden und, wenn auch sehr vorsichtig, in familiärer Eintracht testen.

Zum besonderen Hingucker entwickelte sich die Show der "Calisthenics"-Gemeinschaft. Dieses Fitnessstudio im Außenbereich ist im Kommen. Street Workout nennen es die Fans. Nach und nach schwappt die "Calisthenics"-Szene aus den urbanen Stadtvierteln der Großstädte auf die Spielplätze. Das Krafttraining trifft auf den Zeitgeist der heutigen Generation - passend zum Generationenpark.

Statt im stickigen Fitnessstudio übten kräftige und austrainierte Burschen aus Marktredwitz an den Klimmzugstangen und Hangelstrecken des Parcours. Trainieren mit dem eigenen Körpergewicht sei das, klärte ein durchschwitzter Outdoor-Protz auf und verwies mit den Wörtern kalos (schön) und sthenos (Kraft) auf die griechischen Ursprünge der Bewegung. Raus aus dem Haus und ran an die Stangen, das Motto und die Übungen verzückte zahlreiche Festbesucher.

Draußen reden

Selbst der Bürgermeister hantelte sich mit beachtlichem Anfangserfolg atemlos und in Festkleidung von Stange zu Stange. Es war was geboten beim Sommerfest der Siedler und auch das Interesse am durchdachten Geräteangebot für Jung und Alt kommt dem Ziel der Stadt näher, auch "outdoor" die Kommunikation zu fördern.
Weitere Beiträge zu den Themen: Eschenbach (13379)Juli 2015 (8666)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.