Im Stadtwald geht's rund

Ebnen und schottern: So richtete die Stadt ein Teilstück des Creußen-Radwanderwegs im Raum Bärnwinkel wieder her: Aus einem holprigen und zum Teil verwachsenen Waldweg wurde eine sicher befahrbare Strecke. Bild: rn

Der Stadtwald hat sich positiv entwickelt. Zukäufe ließen ihn um als 15 auf 530 Hektar wachsen. Bei der Waldbegehung des Stadtrats ließ Revierförster Martin Gottsche dieser positiven Meldung jedoch eine negative folgen.

"Der Biber ist ein riesiges Problem. Er macht ganze Kulturen platt und verursacht Schäden von jährlich 1000 Euro", erklärte Gottsche nach der Tour bei der Informationsrunde im Besprechungsraum der Kläranlage.

Anhand von Karten stellte der Forstmann die beiden großen Einheiten des Eschenbacher Stadtwaldes vor und informierte über den Einschlag, der im Jahr 2013 einen Erlös von 70 800 Euro erbracht habe. Veranschlagt gewesen seien 64 500 Euro. Zusätzlich sei es gelungen, "relativ viele Fördermittel" zu erhalten, auch für den Ausbau und Erhalt von Wanderwegen.

Ein Anliegen ist Gottsche die stete Waldverjüngung. Buchen-, Eichen-, Tannen- und Erlenanpflanzungen seien dazu erfolgt. Die Holzernte erfolge jeweils zu einem Drittel durch den Einsatz von Harvestern, den Maschinenring und durch Selbstwerber, teilte der Revierförster mit. Deutlich zugenommen habe die Inanspruchnahme des Rechtholzes. Vor 13 Jahren hätten 5 Eschenbacher ihr Recht in Anspruch genommen, heute liege die Zahl bei 70. Hinzu kämen zirka 60 Selbstwerber, die den Stadtwald mitnutzen. Für diese gebe es jedoch Kapazitätsgrenzen.

"Das Naturschutzgebiet Großer Rußweiher genießt ein Alleinstellungsmerkmal", machte Gottsche deutlich. Die Stadträte erfuhren, dass in den beiden Adlerhorsten in diesem Sommer fünf Jungvögel aufwuchsen. Angestrebt sei eine Kameraüberwachung mit Übertragung auf einen Bildschirm im Hexenhäusl. Die Informationsstelle des Naturparks Nördlicher Oberpfälzer soll damit eine weitere Aufwertung erfahren.

Zum Wegebau im Zuge des Leader-Programmes berichtete der Forstmann von einer Maßnahme im Raum Bärnwinkel. Dort sei ein zum Teil verwachsener Abschnitt des Creußen-Radweges geebnet und geschottert worden. "Wir kamen damit der Verkehrssicherungspflicht nach", erläuterte Gottsche. Die beim Bau des Ortsteils Netzaberg geforderten Ausgleichsflächen von zirka 40 Hektar sei vor wenigen Jahren bei der Hammermühle und am Hotzaberg ausgewiesen worden.

Bürgermeister Peter Lehr bescheinigte Martin Gottsche, dass er sich mit dem Eschenbacher Stadtwald identifiziere. Viele Maßnahmen stammten aus seiner Feder, zudem seien durch ihn bereits mehrere 10 000 Euro an Fördermitteln nach Eschenbach geflossen. Hintergrund
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