Im Stiftlandderby steckt Brisanz

Am Mittwoch um 18.30 Uhr wird das Stiftlandderby zwischen der abstiegsgefährdeten SpVgg Wiesau und Spitzenreiter SV Poppenreuth angepfiffen. Das Hinspiel (Szene mit Lukas Jankovsky sowie den Wiesauern Martin Brunner und Jan Frederik Spörrer, Nummer 5) gewannen die Poppenreuther mit 5:1. Bild: hho

Unter völlig unterschiedlichen Vorzeichen steht am Mittwoch das Stiftlandderby in der Bezirksliga Oberfranken Ost. Gastgeber SpVgg Wiesau braucht jeden Punkt im Abstiegskampf, der SV Poppenreuth kann mit einem Sieg die Meisterschaft unter Dach und Fach bringen.

Tirschenreuth. (gb) Vor den beiden abschließenden Spieltagen wird die Tabelle der Bezirksliga Oberfranken Ost am Mittwoch, 13. Mai, mit den letzten vier Nachholspielen begradigt. Im Fokus der Fußball-Interessierten der Region steht dabei natürlich das brisante Derby zwischen der abstiegsgefährdeten SpVgg Wiesau (15./37 Punkte) und Titelaspirant SV Poppenreuth (1./66).

SpVgg Wiesau unter Druck

Die Wiesauer stehen nach drei sieglosen Spielen (nur ein Punkt) enorm unter Druck. Durch die 1:3- Niederlage am Sonntag bei Mitkonkurrent ZV Thierstein (14./38) sind sie auf den ersten der vier direkten Abstiegsplätze zurückgefallen. Noch ist nichts verloren, doch das Restprogramm ist schwer. Nach dem Nachbarduell gegen den Spitzenreiter gastiert am Sonntag, 17. Mai, die SpVgg Bayreuth II (6./49) und zum Abschluss geht es am Samstag, 23. Mai, zum FSV Bayreuth (2./60). Bisher sind im Tabellenkeller zwei Entscheidungen gefallen: Der ATSV Münchberg-Schlegel (17./28) und der TSV Bindlach (18./19) stehen als Absteiger fest. Offen sind die beiden weiteren Absteiger und die drei Relegationsteilnehmer.

Wie hat der SV Poppenreuth die Ereignisse vom Wochenende verdaut? Am Samstag setzte es mit 1:4 gegen den TSV Mistelbach (4./54) die erste Heimniederlage in dieser Saison, einen Tag später schlug die Nachricht vom Weggang von Spielertrainer Miloslav Janovsky wie eine Bombe ein. Der Tscheche trainiert in der kommenden Saison den Bayernligisten SpVgg Bayern Hof.

Sechs Punkte Vorsprung

Natürlich will sich Janovsky mit der Meisterschaft sowie dem Landesliga-Aufstieg - es wäre der größte Erfolg der Vereinsgeschichte - aus Poppenreuth verabschieden. Möglicherweise steigt schon am Mittwoch nach der Partie in Wiesau die Feier. Das hängt aber nicht nur vom Ausgang des Derbys ab, sondern auch vom Ergebnis des Bayreuther Stadtduells zwischen der SpVgg II und dem FSV (2./60), der sechs Punkte Rückstand auf die Poppenreuther hat. Sollte der Abstand gleich bleiben, würde dem SVP noch ein Punkt fehlen, denn die Wagnerstädter sind im direkten Vergleich (2:2 und 1:0) besser. Die letzten Spiele bestreitet die Janovsky-Truppe am 17. Mai gegen den VfB Kulmbach (10./42) und am 23. Mai beim ATS Kulmbach (5./51).

Nachholspiele

Mittwoch, 13. Mai, 18.30 Uhr: ZV Thierstein - VfB Kulmbach (Hinspiel 1:1), SpVgg Wiesau - SV Poppenreuth (1:5), SpVgg Bayreuth II - FSV Bayreuth (2:1); 19 Uhr: FC Steinbach-Dürrenwaid - ATS Kulmbach (4:2)

33. Spieltag

Sonntag, 17. Mai, 16 Uhr: SV Poppenreuth - VfB Kulmbach (3:1), 1. FC Trogen - ATSV Münchberg-Schlegel (3:4), TSV Neudrossenfeld II - FSV Bayreuth (1:3), SpVgg Wiesau - SpVgg Bayreuth II (0:3), TSV Thiersheim - ZV Thierstein (4:5), FC Rehau - SpVgg Oberkotzau (0:2), TSV Bindlach - FC Eintracht Münchberg (2:7), SG Regnitzlosau - FC Steinbach-Dürrenwaid (7:1), TSV Mistelbach - ATS Kulmbach (0:1)
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