Im Stodl einen Gang zurück

Der Posaunenchor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde unter Leitung von Sabine Müller (links) eröffnete die Stodlweihnacht.

Viele machten sich mit Fackeln und Laternen vom Marktplatz aus auf den Weg zum Rösslwirtsstadl am Schweinsberg: Die Stodlweihnacht bot, wie es Bürgermeister Erwin Geitner ausdrückte, Gelegenheit, kurz vor dem Fest "einen Gang runterzuschalten".

(sön) Mit der Weihnachtsfanfare "Freue dich, Welt" begrüßte der Posaunenchor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde unter Leitung von Sabine Müller die Besucher. Auch das Nachwuchsorchester der Blaskapelle St. Georg unter Elke Beer und die Hirten stimmten auf das Weihnachtsfest ein. Franz Fuchs las die heitere Geschichte vom kleinen Erich vor, der sich aus Angst vor dem Nikolaus und dem Knecht Rupprecht unter dem Tisch versteckt und über seine Schandtaten nachdenkt. Als sein Verstand für kurze Zeit aussetzt, haut er dem Knecht Rupprecht mit voller Wucht einen Hammer auf die Zehen.

Mit dem "Andachtsjodler" leiteten die Hirten zum Krippenspiel über. Schüler der ersten bis fünften Grundschulklassen hatten es mit den Elternbeiräten Michaela Hetzenecker und Andrea Höfler einstudiert, begleitet von der jungen Bläsergruppe. Wie die drei Könige und die Hirten auf dem Weg zur Krippe ihre Geschenke an Bedürftige gaben "und trotzdem nicht mit leeren Händen zur Krippen kamen", zeigten die jungen Spieler dem Publikum.

Bürgermeister Erwin Geitner em-pfahl, in der Adventszeit innezuhalten, ruhig zu werden und zurückzublicken. Die Stodlweihnacht biete die Gelegenheit dazu. Pfarrer Klaus Eberius zitierte das Lied "Wir sagen euch an den lieben Advent". Mit Hinweis auf die in der Gemeinde untergebrachten Flüchtlinge bat er die Zuhörer, "geben Sie das Licht weiter".

Für viele bedeute Weihnachten Arbeit, ja eine Zumutung, sagte Pfarrer Gottfried Schubach - "wenn da nicht die Erinnerung an die eigene Kindheit, die Familie und die damit verbundenen Gefühle wäre". Weihnachten sei aber auch als eine Zumutung für Gott zu sehen, der sich unseretwegen Menschwerdung und den Tod am Kreuz angetan habe: Weihnachten spreche uns deshalb Mut zu.

Für den Heimatvereins dankte Werner Meiler allen Mitwirkenden, um dann wie alle ins vom Posaunenchor begleitete "Stille Nacht, heilige Nacht" einzustimmen. Am Lagerfeuer konnten sich die Besucher dann noch mit Glühwein und Bratwürstln stärken.
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