Im Windschatten der "Eurobike"

Auch der Waldershofer Fahrradhersteller Cube meldet viel positive Resonanz von der "Eurobike". Der Messestand der Firma betrug 456 Quadratmeter.

Auf der "Eurobike" kommt jeder Rad-Freak auf seine Kosten. Logisch, dass sich diese Fachmesse die großen Fahrradhersteller nicht entgehen lassen. Ganz vorne mit dabei: Cube und Ghost aus dem Landkreis Tirschenreuth.

Waldershof/Waldsassen.(lli) Alles rund ums Rad - die "Eurobike" lockt jedes Jahr Tausende Händler und Fahrrad-Begeisterte nach Friedrichshafen. "Die Eurobike ist der Auftakt für das Produkt-Jahr 2016", erläutert Marko Haas die Beweggründe des Waldershofer Herstellers Cube. "Sie gilt weiterhin als Welt-Leitmesse der Fahrradindustrie und bietet die Möglichkeit, vielen Händlern, Fachzeitschriften und Endverbrauchern die neue Produktpalette in kurzer Zeit zu präsentieren."

Mitarbeiter aus allen Abteilungen vertraten Cube hinter dem Messestand, der mit 456 Quadratmetern größer als im Vorjahr ausfiel. "Die Resonanz war durchweg sehr positiv. Unsere Produktpalette für 2016 erhielt ein sehr gutes Feedback", erzählt der Marketing-Beauftragte. "Die Stimmung in der Branche ist hervorragend." Deshalb rechnet er mit einem sehr erfolgreichen Jahr. 2016 will das Unternehmen 500 000 Räder produzieren.

Auf die Frage, wohin dieses Jahr die Trends gehen, antwortet Marko Haas: "Komfort. Sei es bei den breiteren Reifen bei Mountain-Bikes oder den Komfort-Geometrien bei den Rennrädern." Aber auch auf die Sicherheit im Rennradbereich wird Wert gelegt, dafür sorgen Scheibenbremsen. "Wir wollen auch weg vom klassischen Renn-Rad hin zu neuen Anwendungsformen und auch Käuferschichten - Stichwort legerer und stylischer."

Auch im Bereich Innovationen kann Cube mithalten. Ihr betriebseigenes Herstellungsverfahren ermöglicht es, das Rahmengewicht zu senken: "Der Carbonfaseranteil wurde auf 68 Prozent erhöht und durch den Einsatz eines speziellen Nano-Harzes erreichen wir eine höhere Steifigkeit", berichtet Marko Haas stolz. Aber auch das E-Bike steht im Zentrum des innovativen Fahrradherstellers: "E-Bikes sind und bleiben ein starker Wachstumsmotor der Fahrrad-Branche." Cube will hier auch völlig neue Zielgruppen erschließen. "Sozusagen E-Mobilität in allen Facetten."

Ebenfalls erfolgreich dabei war die Waldsassener Firma Ghost mit etwa 40 Mitarbeitern. "Natürlich ist die Eurobike nach wie vor die Leitmesse der Fahrradindustrie", erzählt Verkaufs- und Marketingleiter Jens Steinhäuser. Das Unternehmen war gleich mit zwei Messeständen vertreten. Der Hauptstand mit den Neuheiten für das Produktjahr 2016 betrug 600 Quadratmeter. "Außerdem konnten die Besucher die E-Bikes im Außenbereich testen", berichtet Technikchef Udo Zrenner.

Die Resonanz war durchwegs positiv: "Es wurden viele Neuheiten vorgestellt. Die Stimmung in der gesamten Branche war aufgrund einer guten Saison sehr ansprechend - insgesamt nahmen wir nur positive Eindrücke von der Messe mit", ergänzt Jens Steinhäuser. Die Firma knüpfte viele neue Kontakte zu weltweiten Importeuren, Magazinen und Partnern. Worauf die Hersteller dieses Jahr den Fokus setzten? "Vor allem auf Hardtail-Bikes mit großem Federweg an der Gabel", erklärt Udo Zrenner. So entwickelte Ghost ein Bike speziell für den härtesten Traileinsatz. Des weiteren arbeitet die Firma an der Optimierung der Ausrüstung durch das "Enduro Travel Trekking Konzept".

Auch das einstige Ghost-Flaggschiff erfährt eine Wiedergeburt. 1993 war das "Lector" das erste Topmodell in der noch kleinen Produktpalette des jungen oberpfälzischen Radherstellers. "Heute erfährt das ,Lector' seine Wiedergeburt und ist damit seit über 20 Jahren das erste Bike, das den Namen tragen darf", erzählt Zrenner. "Das Hardtails ist effizient, leicht und dennoch steif."
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