Imker haben einen "Neuen"

Am Sonntag endete eine Ära. 35 Jahre lang führte Hans Krapf den Eschenbacher Imkerverein; bereits seit längerem bemühte er sich, einen Nachfolger zu finden. Nun muss er sich einer schweren Operation unterziehen. Die Bienenzüchter standen somit vor vollendeten Tatsachen - und unter Zugzwang. Es galt, einen neuen Vorsitzenden zu finden.

Ungewöhnlich war der Beginn der sehr gut besuchten Imker-Jahreshauptversammlung im Kleintierzüchterheim. "Da unser Vorsitzender eine schwere Operation vor sich hat, bat er mich, diese Versammlung zu leiten. Von dieser Stelle aus wollen wir ihm alles Gute und die baldige Rückkehr in den Kreis der Imker wünschen", informierte Anton Schönberger.

Der bisherige Kassier folgte nicht nur als Versammlungsleiter, sondern auch an der Vereinsspitze auf Hans Krapf. Ohne Gegenstimme wurde Schönberger bei den flott verlaufenden Neuwahlen zum Vorsitzenden und Hermann Regler zum Kassier gewählt. Stellvertretender Vorsitzender bleibt Konrad Albersdörfer, Schriftführer Robert Uhr.

Neu sind die Beisitzer Reinhold Gietl, Gerhard Schäftner und Jürgen Schwer. Als Kassenprüfer fungieren weiterhin Bruno Uhl und Thomas Riedl. Anton Schönberger bedankte sich für das Vertrauen der Mitglieder und versprach, wie sein Vorgänger Hans Krapf gute Arbeit zu leisten. "Unser Verein mit seinem Lehrbienenstand hat einen guten Ruf bei den Imkern in der ganzen Region", betonte er und bat die Mitglieder, weiterhin dem Bienenzuchtverein die Treue zu halten und zusammenzustehen.

Als erste Amtshandlung stellte der neue Vorsitzende den Antrag, Hans Krapf zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen. Unter Beifall aller Imker wurde der Vorschlag angenommen. Schönberger appellierte an die Bienenzüchter, zahlreich zur Ambrosiusfeier zu kommen, die heuer am 7. Dezember in Burkhardsreuth stattfindet.

Anstelle von Hans Krapf hatte Anton Schönberger auch den Tätigkeitsbericht des Vorstands vorgetragen. Thema darin war natürlich das Imkerfest im Mai, dem heuer sehr gutes Wetter beschert war - Anlass für viele Imker aus der ganzen nördlichen Oberpfalz und auch aus Oberfranken, die Veranstaltung zu besuchen.

"Unseren Imkern und Imkerfrauen war es zu verdanken, dass dieser Tag für den ganzen Verein ein großer Erfolg wurde", stellte Schönberger fest. Ein Helferfest bildete den Dank an alle Mitarbeiter. Mit Schweinshaxn aus seinem Backofen bereitete Reinhold Gietl dabei allen einen unvergesslichen Genuss.

Erfreulich sind die Mitgliederzahlen. Vielen jungen Bienenzüchtern ist es zu verdanken, dass der Verein jetzt 103 aktive und 13 passive Mitglieder in seinen Reihen hat. Damit hat sich das Durchschnittsalter von über 70 Jahren auf unter 60 Jahre reduziert. Unerfreulich ist dagegen die Zahl der Bienenvölker aller Mitglieder: Es sind nur 628 an der Zahl.
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