Imker sind fleißige Bienchen

Vor 13 Jahren kam Elke Hackbarth durch ihren Vater Josef Wolfinger zum Imker-Hobby. Sie betreut 26 Bienenvölker und ist fasziniert, was die kleinen Tierchen so leisten. "Die Beschäftigung mit den Bienen beruhigt und bildet einen Ausgleich zur Arbeit im eigenen Blumengeschäft und zur Hausarbeit", erzählt sie. Bild: sei

Die Bienenfreunde in Mantel gibt es seit 50 Jahren. Seither haben die Imker schon viel mitgemacht. Am Sonntag, 19. Juli, feiern sie ihr Jubiläum.

Mantel. (sei) Am 14. Mai 1965 beschlossen Bienenfreunde in Mantel die Gründung eines Imkervereins. Am 18. Juni 1965 war die Gründungsversammlung im Gasthaus "Hauptmann". Der Jahresbeitrag betrug damals neun Mark. Wegen Aufgabe der Bienenzucht schied Pfarrer Leonhard 1970 aus dem Verein aus. 1977 übernahm Willi Hartwig das Amt des Vorsitzenden. Im Jahr 1980 war der Mitgliederbeitrag für die aktiven Mitglieder auf 24,70 Mark gestiegen, passive Mitglieder zahlten zwei Mark. Damals versorgten die Manteler Imker 107 Bienenvölker.

Beitrag gestiegen

1985 war ein bewegtes Vereinsjahr: Der Mitgliedsbeitrag stieg auf 30 Mark. Dazu kam noch die Varroamilbe, die auch vor den Manteler Bienenstöcken nicht haltmachte, und zuerst in Trippach bemerkt wurde. In vielen Versammlungen wurde über die Krankheit diskutiert. 1988 wurde ein neuer Vorstand gewählt. An der Spitze stand Josef Wolfinger mit Stellvertreter Willi Hartwig, die Kasse führte Josef Vogl, Schriftführer war Werner Blendl.

Am 22. Juli 1988 fand das erste Schleuderfest im Gasthaus "Kellerhaus" guten Anklang bei der Bevölkerung. In dem Jahr war auch auf Initiative von Wolfinger die Kreisversammlung in Mantel. Die Zahl der Bienenvölker war auf 194 angewachsen. Auch 1995 tagten die Mitglieder der Herbstkreisversammlung in Mantel. Seit 2008 führt Elke Hackbarth den Imkerverein mit Josef Wolfinger als Stellvertreter. Sie kümmert sich auch um die Kasse. Das Schriftliche hält Maria König fest.

Zum Imker-Hobby kam Hackbarth vor 13 Jahren durch ihren Vater Josef Wolfinger. Sie betreut derzeit 26 Bienenvölker. "Die Beschäftigung mit den Bienen beruhigt einfach und bildet einen Ausgleich zur Arbeit im eigenen Blumengeschäft", sagt Hackbarth. "Ich bin begeistert, was die kleinen Tierchen so leisten", erklärt sie. Sie spielt Flügelhorn bei der Störnsteiner Blaskapelle und ist dort Sängerin. Seit einem Jahr führt sie die Siedlerfrauen.

"Mit der Varroamilbe müssen wir wohl leben und wenn wir die Bienen gut behandeln, können wir den Schaden in Grenzen halten", ist sie zuversichtlich. Der neue Schädling, der "Kleine Beukenkäfer", sei Gott sei Dank bei uns noch nicht aufgetaucht. Aus Amerika kämen aber Nachrichten, dass es dort Wespen gibt, die Bienen fressen. Durch die Globalisierung und die vielen Reisenden kann natürlich so ein Schädling ganz schnell bei uns auftauchen, ist die Befürchtung der Imker.

Stolz sind die Imker auf ihre Ehrenmitglieder Willi Hartwig und Georg Pöllath sowie den Ehrenvorsitzenden Josef Wolfinger. Der Manteler Imkerverein besteht aktuell aus 19 aktiven Mitgliedern mit 81 Bienenvölkern und 58 passiven Mitgliedern. Für das Jubiläum steht nun das Programm fest (siehe Kasten) .
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