Immense Frachtkosten für die Koks-Transporte der Maxhütte

Wie die Frachtkosten - zu denen in jüngerer Zeit noch die für die Anfuhr von Fremderzen und Schrottspänen hinzukamen - der Maxhütte zu schaffen machten, zeigt ein Zitat aus "150 Jahre Maxhütte" (erschienen 2003 zur Sonderausstellung des Stadtmuseums): Allein der für die Verhüttung der eigenen Erze in den Hochöfen benötigte Koks aus dem Ruhrgebiet war wegen der Eisenbahnfracht um ca. 25 DM pro Tonne Roheisen teurer als an Rhein und Ruhr - trotz eines ausgehandelten Ausnahmetarifs für die Fracht Ruhrgebiet-Rosenberg; ausländischer Koks stand auch nicht zur Verfügung. Das ist sicher nur eine Momentaufnahme. Doch bleibt grundsätzlich festzuhalten, dass die Maxhütte durch den fehlenden Anschluss ans Wasserstraßennetz ganz erhebliche Wettbewerbsnachteile zu verkraften hatte. Diese trugen mit dazu bei, dass ihr jahrzehntelanger Kampf ums Überleben 2002 letztendlich verloren ging.

Auch dazu ein Zitat aus dem Beitrag des Autorenteams Höfer, Jericho, Knorr in dem vorgenannten Buch "150 Jahre Maxhütte": "Trotz aller Bemühungen des Unternehmens, der Belegschaft und der Politik, trotz vieler bahnbrechender technischer Innovationen, die von der Maxhütte ausgingen und die teilweise weltweit die Stahlherstellung und -verarbeitung beeinflussten, trotz vieler, teilweise mit hohem Kapitaleinsatz verbundener Investitionsprogramme und trotz der Entschuldung durch zwei Insolvenzverfahren gelang es nicht, die Herstellungskosten dauerhaft unter die Verkaufspreise zu senken."
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