Immer mehr Kurzurlauber

Strahlende Gesichter am Messestand des Oberpfälzer Waldes (von links): Silvia Bauer (Sibyllenbad), Regina Göths (Tirschenreuth), Landrat Andreas Meier und Ehefrau Jutta, Tourismuschef Reinhold Zapf (Neustadt) und Wirtschaftsförderer Hermann Ach (Neustadt). Bild: ms

Wandern, radeln und Zoigl genießen: Vor allem diese drei Aktivitäten locken die Touristen in den Landkreis. Im vergangenen Jahr waren es immerhin 125 000. Sie ließen fast 34 Millionen Euro in der Region.

Neustadt/WN. (ms) Diese Erfolgszahlen präsentierte Landrat Andreas Meier, als er auf der Freizeitmesse in Nürnberg den Messestand des Oberpfälzer Waldes besuchte. Mit 8,3 Prozent Zuwachs bei den Gästeankünften und 4,7 Prozent Plus bei den Übernachtungen für den gewerblichen und somit meldepflichtigen Beherbergungsbereich ist der Landkreis durchaus zufrieden. Wenn man dazu noch die über die Kommunen erhobenen Zahlen der Betriebe mit weniger als zehn Betten und die Campingübernachtungen addiert, sorgten nahezu 125 000 Gäste für über 448 000 Übernachtungen.

Goldsteig und Nurtschweg

Bei Ausgaben von 75 Euro pro Gast und Tag werden dadurch - laut Studie für den Oberpfälzer Wald - knapp 34 Millionen Euro Umsatz in der Region generiert. Dazu kommen noch Ausgaben der Tagesgäste und Naherholer in annähernd gleicher Höhe.

Was zieht die Gäste zu uns, sofern sie nicht geschäftlich oder beruflich unterwegs sind? Das sind - saisonal unterschiedlich - neben den Stammgästen unter den Urlaubern und Familien immer mehr Kurz- oder Einzelübernachter. "Sie kommen vorwiegend als Wanderer, oft auf den durch den Landkreis verlaufenden Qualitätswegen Goldsteig und Nurtschweg sowie deren Verbindungsrouten", erklärte Landrat Meier.

Als Radler schätzen sie besonders die gut beschilderten überregionalen Radrouten. "Vor allem auf dem Flaggschiff, dem bei allen Altersgruppen beliebten Bocklweg, sind sie unterwegs, einzeln oder in Gruppen", ergänzte Tourismus-Referent Reinhold Zapf. Viele Gastgeber haben sich zwischenzeitlich dem Urlauberverhalten angepasst und nehmen gerne auch Gäste für eine Nacht. "Dazu gehört eine immer größer werdende Fangemeinde, die hauptsächlich wegen des Zoigls in den Landkreis reist", stellt der Landrat als Windischeschenbacher erfreut fest.

Nürnberg ein Muss

Besonders die Franken schätzen das Kultbier, für das auch Norbert Neugirg und seine "Altneihauser Feierwehrkapell'n" die Werbetrommel rühren. Deshalb ist die Tourismusmesse in Nürnberg eine der wichtigen Basismessen, die der Oberpfälzer Wald alljährlich besucht. Die Saison startet stets mit der bedeutendsten deutschen Besucherschau, der CMT in Stuttgart. Danach geht es nach Hamburg, München und Leipzig. Nürnberg bildet den Schlusspunkt der Tourismusausstellungen, die mit eigenem Counter und Personal besucht werden. Zusätzlich sind 50 Beteiligungen an verschiedensten Events eingeplant.

Was aber nicht mehr aus dem Marketing wegzudenken ist, das ist die gute Präsenz im Internet, sowohl für die Region als auch für die Urlaubsorte und vor allem die Gastgeber. "Die müssen verstärkt auf ihre Buchbarkeit in Buchungsportalen setzen", mahnt Zapf. Allein die Onlinebuchungen über das Portal des Tourismusverbandes Ostbayern hätten sich 2015 verdoppelt.
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