Immer schön Abstand halten: Sechs Störche steigen der Vilsecker Kirche aufs Dach

Bild: rha
(rha/ll) Ein seltenes Bild bot sich am Freitag gegen 20 Uhr auf dem Dach der Pfarrkirche St. Ägidius in Vilseck: Sechs Störche hatten sich dort versammelt. In Vilseck brütet seit vielen Jahren kein Storchenpaar mehr, doch für eine Sammelaktion oder einen Zwischenstopp auf dem Weg in den Süden scheint die Kirche gut geeignet zu sein.

Von den beiden regelmäßig belegten Storchenhorsten im Landkreis gibt es heuer gute Nachrichten: Nachdem 2013 kein Jungtier überlebt hat und 2014 nur eines in Auerbach, ist heuer laut der Storchenkarte des Landesbundes für Vogelschutz (www.lbv.de/storch) in Hahnbach ein kleiner Storch flügge geworden, in Auerbach sogar drei. Hitze und Trockenheit haben den Tieren also nicht geschadet. "Störche können in so einem Fall problemlos auch vermehrt auf Mäuse ausweichen. Und 2015 war ein gutes Mäusejahr", nennt LBV-Storchenexpertin Oda Wieding einen Grund, warum Bayern heuer Rekordzahlen sowohl bei den Storchenpaaren (370) als auch beim Bruterfolg (durchschnittlich mehr als zwei Junge pro Nest) aufweist.

Damit die Störche auch in schlechten Mäusejahren genug Futter wie Frösche und Regenwürmer fänden, müssten aber Feuchtwiesen erhalten werden. Dass die im Jura-Gebiet zu wenig vorkommen, ist auch der Grund, warum der südwestliche Landkreis keine Storchenpaare aufweist und warum sich im riesigen Gebiet zwischen Nürnberg, Ingolstadt und Amberg nur ein Storchenpaar niedergelassen hat.
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