Immer weniger Schüler

In den vergangenen sechs Jahren brach die Schülerzahl ein: Nur noch 198 Mädchen und Buben aus den vier Mitgliedsgemeinden des Schulverbands - Eschenbach, Schlammersdorf, Vorbach und Speinshart-Zettlitz - besuchen derzeit die Markus-Gottwalt-Schule. Hinzu kommen 74 Gastschüler aus weiteren acht Kommunen der Region.

Die Anzahl der Kinder und Jugendlichen an der Markus-Gottwalt-Schule ist weiterhin rückläufig. Sie hat von 328 im Jahr 2008 kontinuierlich auf nunmehr 198 abgenommen. Der jährliche Pro-Kopf-Betrag der Mitgliedsgemeinden des Schulverbands stieg deshalb im gleichen Zeitraum an: von 1140 auf 2000 Euro.

Bei der Versammlung des Schulverbands im Sitzungssaal des Rathauses legte Karl Stopfer, der Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft, den Haushalt 2015 vor. Dessen Volumen erhöhte sich im Vergleich zu 2014 nur geringfügig: von 591 000 auf 598 000 Euro. Da die Einnahmen ohne Umlagen nur 202 000 Euro betragen - ein Minus von 13,68 Prozent - müssen zum Ausgleich 396 000 Euro auf die Mitgliedsgemeinden umgelegt werden.

Von diesen entsenden Eschenbach 162, Schlammersdorf 13, Speinshart- Zettlitz 6 und Vorbach 17 Schüler an die Markus-Gottwalt-Schule: insgesamt 198. Dazu gesellen sich aus Grafenwöhr 23, aus Kirchenthumbach 25, aus Neustadt am Kulm 5, aus Pressath 3, aus Schwarzenbach 2, aus Speinshart 12 und aus Trabitz 1 Schüler. Ihre Wohngemeinden haben Gastschulbeiträge zu entrichten. Einschließlich von zwei Gastschülern aus Grafenwöhr und einem Gastschüler aus Kemnath, die mit Genehmigung und daher ohne Gastschulbeitrag in Eschenbach unterrichtet werden, besuchen insgesamt 272 Schüler die Bildungseinrichtung.

Umlage explodiert

Der Rückgang der Gastschüler wirke sich negativ aus, teilte Kämmerer Karl Stopfer mit. Hätten die Gastschulbeiträge 2013 noch bei 136 300 Euro gelegen, so seien sie nach 113 100 Euro im Vorjahr nun nur noch mit 102 950 Euro anzusetzen. "Die Verbandsumlage je Schüler beträgt im laufenden Haushaltsjahr 2000 Euro nach 1700 Euro im Vorjahr und 1475 Euro im Vorvorjahr", gab Stopfer bekannt.

Im Haushalt seien die von der Schulleitung angeforderten Mittel, der weitere Sachbedarf und die zu erwartenden Personalkosten eingeplant, informierte er. Im Vergleich zu 2014 ergäben sich auch einige Änderungen - meist nach oben. Als größte Ausgaben nannte der Kämmerer die Schulhausmiete, die Schülerbeförderung und die Personalkosten. Niedrigere Ausgaben kündigte er für Investitionen an. Weil der Heizölvorrat aufgefüllt werden müsse, seien die Bewirtschaftungskosten höher zu veranschlagen gewesen. Ebenfalls mit höheren Kosten verbunden sei die verstärkt in Anspruch genommene Mittagsbetreuung. Für sie wurden 21 000 Euro Zuschuss angesetzt.

Neue AG Mountainbike

Im Haushalt hat Stopfer auch alle vorgesehenen Anschaffungen aufgelistet: Mountainbikes, CD-Player, Beamer, Dokukamera, Putzwägen, Werkzeug. Den Kauf von zehn Mountainbikes begründete Rektor Otmar Buchmann mit dem angekündigten Neuzugang einer Lehrkraft mit Fachlehrgang. Es sei vorgesehen, eine Arbeitsgemeinschaft Mountainbike einzuführen, die auch die Wartungsarbeiten an den Rädern übernehme.

"Nicht nachvollziehbar" waren für den Vorbacher Bürgermeister Werner Roder die Unterschiede zwischen Schulverbandsumlage (2000 Euro) und Gastschulbeitrag (1450 Euro). Auch wenn dies gesetzlich in Ordnung sei, bleibe es ungerecht. Einstimmig segnete die Verbandsversammlung den Haushalt ab.
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