Immobilien Mangelware

LBS-Regionaldirektor Rudolf Pitzl, Vorstandschef Josef Pflaum, Vorstand Gerhard Hösl und stellvertretender LBS-Pressesprecher Dominik Müller (von links) informierten in der Sparkasse Neustadt "rund um die Immobilie in der Region". Bild: Schönberger

Die eigenen vier Wände stehen bei den Menschen im Landkreis hoch im Kurs. Dass sich viele ihren Traum erfüllen können, dazu leisten auch die Vereinigten Sparkassen und die LBS Bayern ihren Anteil. Allerdings ist die Nachfrage als das Angebot.

Neustadt/WN. (ms) Wie legt man angesichts der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank sein Geld am besten an? Mit Abstand an der Spitze steht nach den Worten von Josef Pflaum, Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Sparkassen Eschenbach-Neustadt-Vohenstrauß, in Bayern die selbst genutzte Immobilie. 49 Prozent der Menschen entschieden sich 2014 für diese Möglichkeit. Dann folgen der Bausparvertrag (32 Prozent), die vermietete Immobilie (28 Prozent), die Lebensversicherung (26 Prozent) und die Rentenversicherung (26). Selbst das gute alte Sparbuch rangiert mit 19 Prozent noch im oberen Bereich und vor den Edelmetallen (18 Prozent). Schlusslichter sind Immobilienfonds (1 Prozent), Rürup-Rente (2 Prozent) und festverzinsliche Wertpapiere (3 Prozent).

Bayernweit Zweiter

Dass das Bausparen das "Herzstück beim Immobilienerwerb" ist, untermauerte Pflaum bei der Pressekonferenz am Montag mit eindrucksvollen Zahlen. 2014 erteilte die LBS im Geschäftsgebiet der Vereinigten Sparkassen Zusagen für Bausparkredite in Höhe von 55,2 Millionen Euro. Das sind zehn Prozent mehr als noch im Vorjahr.

"Mehr als jeder zweite Kunde hat einen Bausparvertrag", unterstrich sein Vorstandskollege Josef Hösl. Damit rangiere man in Bayern auf Rang zwei. Ziel sei es, möglichst vielen zum Eigenheim zu verhelfen.

Die Neustädter Sparkasse vermittelte im vergangenen Jahr 47 Objekte mit einem Wert von 4,9 Millionen Euro. 2013 waren es noch 51 Häuser oder Wohnungen im Wert von 4,4 Millionen Euro. "Wir könnten noch mehr an den Mann bringen. Aber wir bringen nicht so viele Immobilien her, wie wir bräuchten", bedauerte Hösl. Die Immobilie sei angesichts der großen Nachfrage eine Mangelware.

Moderater Preisanstieg

2014 wurden im Landkreis 251 neue Wohnungen fertiggestellt. Zum Vergleich: 2013 (217), 2012 (262), 2011 (210) und 2010 (160). Absolutes Boomjahr war 2007 mit 773 neuen Wohnungen. Die Bau- und Kaufpreise schwanken bei Doppel- und Reihenhäusern zwischen 200 000 und 240 000 Euro, bei gebrauchten zwischen 130 000 und 180 000 Euro. Ein Ein- oder Zwei-Familienhaus aus zweiter Hand kostet bis zu 230 000 Euro. Für neue Wohnungen müssen zwischen 1300 und 1800 Euro pro Quadratmeter hingelegt werden, für gebrauchte nur zwischen 500 und 1050 Euro pro Quadratmeter.

"Die Immobilienpreise sind in der Region nur moderat gestiegen, nicht so stark wie in den Großstädten", erklärte Hösl. Und: "Solange die Nachfrage größer ist als das Angebot, kann es auch zu keiner Blase kommen." Im Landkreis spielten Immobilienträger keine Rolle. Den Menschen gehe es um die eigenen vier Wände.

Für Rudolf Pitzl von der LBS sind die niedrigen Zinsen das Gebot der Stunde: "Es steht eine Eins vor dem Komma." Die Sparer sollten sich unbedingt den Zinssatz für die gesamte Laufzeit absichern. Auch er hob das ausgezeichnete Ergebnis der Neustädter Sparkasse im vergangenen Jahr hervor: 2121 Verträge mit einem Volumen von 71 Millionen Euro. 733 Sofortkredite (2,7 Millionen Euro) seien ausgegeben worden. Der Regionaldirektor Oberpfalz verwies auf die Möglichkeit, die Bausparfinanzierung mit Riester zu kombinieren. "Das ist optimal."
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