Imposanter Rauher Kulm

Der Karpfen ist nicht nur ein Markenzeichen im Landkreis Tirschenreuth: Im Kemnather Land zeigt der Fisch auch den richtigen Weg, um die Region zu erkunden. Und dort gibt es noch viel mehr zu entdecken als nur die glitschigen Lebewesen.

Die Wasserflächen sind landschaftsprägend: Es gibt jede Menge (Fisch-)Weiher in allen Größen, hinzu kommen noch zahlreiche Bäche. Doch auch auf Fauna und Flora lohnt sich ein Blick im Kemnather Land, nicht zu vergessen die markanten Erhebungen wie Armesberg, Schlossberg oder Anzenstein. Wer sich einen guten Überblick von der Gegend verschaffen will, dem sei eine Tour auf dem "Karpfenradweg" empfohlen: Gut 23 Kilometer lang führt die Strecke durch viel Natur, aber auch durch die prägenden Ortschaften der Region.

Die familienfreundliche Strecke kann auch mit Kindern zurückgelegt werden, halten sich die krassen Anstiege und wilden Abfahrten doch sehr in Grenzen. Das Rennrad sollte allerdings zu Hause bleiben: Immer wieder ist der Radfahrer streckenweise auf Schotter- und Feldwegen unterwegs, die für ein Trekking-Rad kein Problem darstellen. Und wer es lieber mit dem E-Bike mag, der wird an der Strecke auch seine Freude haben.

Start- und Zielpunktpunkt der sehr gut ausgeschilderten Route ist der Großparkplatz in Kemnath an Seeleite und Ärztehaus. Der blaue Karpfen auf den Schildern weist den Weg. Von dort aus geht es in Richtung Kirchturm, durch das Tor und weiter über den historischen Stadtplatz der früheren Kreisstadt. Bei der Bank am unteren Stadtplatz angekommen, geht es nach links und dann gleich wieder nach recht die Bayreuther Straße stadtauswärts.

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Nach einigen hundert Metern passiert der Radler das Feuerwehrhaus und wendet sich dort nach rechts in den Läuferweg. Auf einem Flurbereinigungsweg, erst asphaltiert, dann geschottert, werden die nächsten wenigen Kilometer absolviert bis die Ortschaft Oberndorf erreicht wird. Dort geht der Blick nicht nur zurück zur Kemnather "Skyline", sondern auch zum imposanten Rauhen Kulm sowie den weiteren Erhebungen im Kemnather Land.

Auf der nur spärlich befahrenen Gemeindeverbindungsstraße geht es weiter nach Kötzersdorf/Haunritz, ein Hochburg der Teichwirtschaft in der Region. Der Weg führt nun hinaus aus die Stadtgebietsgrenze von Kemnath ins benachbarte Immenreuth. Nach einigen Kurven wird schließlich das Teichgebiet Gabellohe erreicht mit dem markanten Großen Hirschbergweiher.

Der Weiher und die angrenzenden Sumpfwiesen stehen unter Naturschutz. Zahlreiche Wasservögel wie Schwäne, Enten, Taucher und Uferseeschwalben sowie bestandsgefährdete Pflanzen wie Knabenkraut, Wollgras und Eiszeitweiden sind hier zu finden. Im Anschluss wird das Naturerlebnisbad im Kemnather Land passiert, bevor der Ortskern von Immenreuth erreicht wird.

Nach einem kleinen Schlenker im Ort geht es auf einem Flurbereinigungsweg nach Kulmain, wo ebenfalls eine kleine Dorfdurchfahrt entlang der Hauptstraße auf den Radler wartet. Vorbei geht es dabei unter anderem an der Katholischen Pfarrkirche. An der folgenden Kreuzung geht es einfach geradeaus in den Anzensteinweg, der den Radler in Richtung Eisersdorf führt. Kurz bevor diese kleine Ortschaft allerdings erreicht wird, biegt der Radfahrer nach links ab, folgt dieser Straße bis wiederum auf der linken Seite der Schotter- und Feldweg in Richtung Altensteinreuth beginnt.

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Beschauliche Strecke

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Zum Teil über Wiesen und mitten durch das nächste Weihergebiet führt nun die beschauliche Strecke. In Altensteinreuth wird schließlich wieder auf eine Gemeindeverbindungsstraße gewechselt, die über Neusteinreuth bis nach Schönreuth führt. Dort geht es vorbei am prächtigen Schloss, das in früheren Jahren das Domizil von Startenor Peter Hofmann war. Wer den Blick in diesem Abschnitt nach links wendet, kann die Pracht und Schönheit des Schlossberges sowie der dortigen Burgruine entdecken.

Einige hundert Meter geht es nun auf dem begleitenden Fahrrad entlang der Bundesstraße 22 in Richtung Kemnath, dann wird die Fahrbahn überquert, und der Radler passiert das nächste Teichgebiet mit dem Schneidweiher und dem Pfaffenweiher. Etwas unvermittelt geht es nach diesem Gebiet rechts durch den Wald und auf Feldwegen zurück in Richtung Bundesstraße, die wenig später überquert wird. Der Schotterweg führt zum Luderweiher, von dort aus geht es in zehn Minuten zurück nach Kemnath, wo wieder der Ausgangspunkt erreicht wird.
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