In aller Kürze

Kunst und Kultur

Nagel. Das Ziel der Tagesfahrt des Fichtelgebirgsvereins war die Fränkische Schweiz. Zuerst stand ein Besuch im "Fränkische Schweiz Museum Tüchersfeld" an. Hier werden in über 40 Ausstellungsräumen im historischen Gebäudeensemble des Judenhofes, dem Wahrzeichen der Region, Geschichte und Besonderheiten der Fränkischen Schweiz präsentiert. Die Themenbereiche erstrecken sich von der Erdgeschichte, Archäologie, Landwirtschaft, Wohnräume um 1900, Handwerk und Zünfte, Gemäldegalerie über jüdisches Leben bis zu wechselnden Sonderausstellungen.

Anschließend ging die Fahrt weiter nach Gößweinstein. Bei dem zweistündigen Aufenthalt bestaunten die Teilnehmer die Basilika, die Burg oder das Wallfahrtsmuseum. Zudem bot die Gastronomie für jeden Geschmack etwas an. Am Nachmittag stand die Wanderung auf einer Teilstrecke der vielen "Bierwanderwege", die es im Fränkischen gibt, von Trockau nach Lindenhardt auf dem Programm.

Es folgte eine Führung in der Kirche "St. Michael" mit dem spätgotischen Flügelaltar, das ein Mathias Grünewald zugeschriebenes Gemälde aus dem Jahr 1503 birgt. Es zeigt Christus als Schmerzensmann und die 14 Nothelfer. Die Statuen des Altars stammen von Michael Wolgemut. Eine Brotzeit sowie eine Bierverkostung im Landgasthof Kürzdörfer in Lindenhardt schloss den Ausflug ab.

Attraktive Granitfindlinge

Ebnath. (soj) Ein Kettenbagger arbeitete in den letzten Wochen für den Forstbetrieb Waldsassen im Castell-Wald. Um den Wald ohne Kahlschläge naturnah zu bewirtschaften, mussten einige Rückewege neu gebaut oder instandgesetzt werden. Bei solchen Maßnahmen werden auch Feuchtbiotope angelegt. Diese bieten für Frösche, Lurche, Libellen und viele andere Tiere Lebensräume, die außerhalb der Wälder immer weniger werden. Auch für die heimische Kreuzotter, deren Nachwuchs kleine Amphibien als Nahrung braucht, sind solche Tümpel wichtig.

Da an der Kösseine bei solchen Arbeiten Granitfindlinge aller Größe zum Vorschein kommen, bemühte sich Max Meier, der künstlerisch begabte Baggerführer der Bayerischen Staatsforsten, diese optisch ansprechend zu platzieren. Ein besonders gelungenes Beispiel können Waldbesucher am sogenannten Hundsloheweg bei Unter-Schurbach besichtigen. Wenn über die Baustellen Gras gewachsen ist und Tier- sowie Pflanzenwelt die Tümpel besiedelt haben, wird deutlich, dass sich naturnahe Waldbewirtschaftung, Naturschutz und attraktive Erholung im Wald miteinander verbinden lassen.
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