In der Ruhe liegt die Kraft

Die Welt dreht sich scheinbar immer schneller, vieles fühlt sich hektischer an. Eine Konstante ist dagegen die Kolpingfamilie, die für Ausgeglichenheit und Bildungsarbeit einsteht. Eine Ausnahme steht 2015 an, wenn es gilt, ein Jubiläum zu feiern.

Die Führung der Kolpingfamilie bleibt für weitere drei Jahre in bewährten Händen. Bei der Jahreshauptversammlung bestätigten die Nachfolger des Gesellenvaters den Vorstand um Reinhold Graßler für weitere drei Jahre in ihren Ämtern. Pfarrer Helmut Süß rief dazu auf, "die Werte Adolph Kolpings weiterzuleben, auch wenn sie in der heutigen Lebenswelt immer weniger integriert sind".

Die Wahl wickelte dritter Bürgermeister Klaus Lehl zügig ab. Weiterhin bilden Wolfgang Theobald (stellvertretender Vorsitzender), Peter Polatschek (Kassier), Irmgard Götz (Schriftführerin), die Revisoren Josef Bartl und Josef Rupprecht sowie die Beisitzer Elisabeth Bernhardt, Hans Kern, Herbert Körper, Heinrich Kraus, Brigitte Metzner, Elfriede Scherl und Adelinde Wittmann den Vorstand.

3000 Euro Spenden

Reinhold Graßler ließ das Geschehen des Jahres Revue passieren. Dazu gehörten Preisschafkopf, Teilnahme an der Stadtmeisterschaft im Kegeln, Wanderungen, Radtouren, Waldweihnacht, Altpapiersammlungen, Helferfest, Kolpinggedenktag und regelmäßige Bibelabende. Dank sagte er Firmen, Bevölkerung und Helfern, die zum Erfolg der Altpapier-, Kartonagen- und Altkleidersammlungen beigetragen haben. "Sie alle haben dazu beigetragen, dass wir 3000 Euro an Spenden an diverse Organisationen übergeben konnten." Eine weitere Spende kündigte er für das Pfarrheim an. Für den Bibelkreis mit Pfarrer Süß, der regen Zuspruch findet, seien Bibeln angeschafft worden. Von einer positiven Kassenentwicklung berichtete Peter Polatschek.

"Nicht nur in Kirchengemeinden und Schulen gibt's Rituale, auch in jedem Verein." Hierzu sah Süß im Spruch "Treu Kolping" ein solches Ritual. Treue wertete er als kostbarstes Wort, für das es keine Steigerung gibt. Er beschrieb die Grundpfeiler des Kolpingwerks, die sich seit der Gründung nicht verändert haben - "auch wenn die Gesellschaft viel pluraler geworden ist". Der Geistliche rief dazu auf, nicht zu jammern. Es gebe noch viele gute Ansätze. Und da diese wichtig sind, müsse es noch Menschen geben, die dafür eintreten. Dazu gehörten Gemeinschaften, die eine lebendige Kirche bilden.

Für den Vorstand hatte Süß ein regional passendes Lob parat: "Hat scho' passt." Er dankte für die Unterstützung im kirchlichen Bereich und dafür, dass der Bibelkreis im Kolpinghaus Heimat gefunden hat. Dieses Angebot wertete er als Teil der Bildungsarbeit. Er rief dazu auf, den "fairen Handel" zu unterstützen und weniger den internationalen Handel zu nutzen.

Wirken über Jahre

Die Grundsäulen des Kolpingwerks sah Klaus Lehl in Eschenbach bestätigt. Zum breitgefächerten gesellschaftlichen Leben in der Stadt gehörten auch die Angebote der Kolpingfamilie. Er bescheinigte ihr ein nicht nur projektbezogenes kurzes Arbeiten, sondern ein Wirken über Jahre für Gottes Lohn. Wenn die Gemeinde die von den Vereinen erbrachten Leistungen finanzieren müsste, würde dies ein großes Loch in die Stadtkasse reißen. "Macht weiter so und bringt euch ins städtische Leben ein." Für dieses Wirken übergab er einen finanziellen Beitrag.

Als stellvertretender Stadtverbandsvorsitzender blickte Michael König auf 2015 und 155 Jahre Kolpingverband voraus. Er erinnerte an die Zeit seiner Jugend, als die Buben zu den Ministranten sowie Pfadfindern und die Mädchen zur Kolpingjugend gingen. Sein Wunsch war ein ähnlicher Zulauf zur Kolpingfamilie.
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