In die Wüste geschickt

Alle Kräfte forderte der vierte "amerikanischer Tag" den Pressather Musikanten ab. Weißwurstfrühstück, das ausverkaufte Oktoberfest und zuguterletzt eine After-Show-Party ließen Trompeten und Posaunen glühen. Doch eine bis in die Nacht hinein volle Tanzfläche und begeisterte Facebook-Kommentare belohnten die Kapelle reichlich.

Danach schickten sich die "Weltenbummler" noch für einen Tag selbst zum Ausspannen in die Wüste - genauer: in den White-Sands-Nationalpark. Der hat seinen Namen von den schneeweißen Gipskristallen, die über 700 Quadratkilometer Land westlich von Alamogordo bedecken. Die "reine" Schönheit dieser schier endlos anmutenden Weite ließ vergessen, dass nicht weit von dort im Juli 1945 der erste Kernwaffentest stattfand: "Generalprobe" für die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki.

Beim Abschied von den deutschen und amerikanischen Planern und Betreuern in Holloman nach fünf faszinierenden Tagen waren alle einig: Es wird kein Abschied für immer sein. "Wir haben Freundschaften geknüpft, organisatorisch und musikalisch hätte es nicht besser laufen können, und eine Wiederholung des Trips ist keineswegs ausgeschlossen", lautete das zufriedene Fazit von Musikvereinsvorsitzendem Andreas Kiener und Dirigent Martin Wolf.

Zumindest die schwarz-goldenen Pressather Farben werden beim 20. "German Oktoberfest" 2016 nicht fehlen: Das hat Organisator Ralf Hegmann, der von den Musikern eine von Bürgermeister Werner Walberer gestiftete Stadtflagge als Abschiedsgeschenk entgegennahm, versprochen. (bjp)
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.