In einem Zug mit Entwässerung

Die Kreisstraße TIR 21 bei Aign erhält in den nächsten Wochen einen neuen Oberbau. Ebenso verlegen die Arbeiter Sickerleitungen und einen neuen Kanal, um Oberflächenwasser zügig abzuleiten und um im Winter Frostschäden zu vermeiden. Bild: ak

Schluss mit dem Flickenteppich und endlich eine funktionierende Straßenentwässerung: Für die Sanierung der Kreisstraße TIR 21 zwischen Aign und Wernersreuth nimmt der Landkreis Tirschenreuth viel Geld in die Hand.

Der Zahn der Zeit hat schon mächtig am Straßenkörper genagt. Davon zeugen auf der Kreisstraße bis zur Einmündung in die Staatsstraße 2665 zahlreiche Frostaufbrüche und sonstige Straßenschäden. Dieser Dauerzustand und die dadurch erhöhten Unterhaltskosten veranlassten die Tiefbauabteilung des Landratsamtes, diese Strecke ins Sanierungsprogramm zu nehmen.

Im Zuge des Neubaus der Gemeindeverbindungsstraße Witzlasreuth-Oberwappenöst hatten der Landkreis und die Kommune 2009 den gemeinsamen Kreuzungsbereich und die Straßenanbindung der Kreisstraße in beiden Richtungen im Vorgriff auf die jetzige Sanierung ausgebaut. Die Ausschreibung ergab ein Kostenvolumen von rund 1,12 Millionen Euro. Hinzu kommen noch Ausgaben für Straßenausstattung wie Markierung, Leitpfosten und -planken.

Einen Großteil der Schäden verursachte die mangelhafte Straßenentwässerung. Durch Einbau neuer Sickerleitungen sollen die Entwässerung des Straßenober- und -unterbaus gewährleistet und damit künftig Frostschäden verhindert werden. Zudem wird am Ortsausgang von Aign Richtung Wernersreuth für das Oberflächenwasser ein neuer Entlastungskanal zum Vorfluter gebaut. Straßenabwasser wird dann nicht mehr über den Ortskanal abgeleitet.

Drei Abschnitte

Das Bauvorhaben ist in drei Abschnitte eingeteilt. Diese gliedern sich wegen der unterschiedlichen Anforderungen in die Bereiche Staatsstraße 2665 bis Ortseingang Aign, Aign bis zum Wasserschutzgebiet bei Unterwappenöst und bisheriges Ausbauende bis Wernersreuth.

Die Gesamtausbaulänge beträgt über 2,8 Kilometer. Neben dem Einbau von Sickerleitungen wird die Asphaltdecke vorprofiliert. Den Oberbau verstärken eine neue, zehn Zentimeter dicke Asphalttragschicht und eine vier Zentimeter starke Deckschicht. Im Bauumfang ist zudem die Herstellung neuer Bankette samt Gräben und Böschungen enthalten. Die Regelbreite der Kreisstraße bleibt bei 5,5 Metern.
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