In Nordbayern einmalig

Celine Plohmann aus Schlammersdorf mit einem schwarzen Zwerg-Australorps erhielt den Landesverbands-Jugendpreis.

Draußen war's trüb, drinnen strahlten die Züchter. Beim Eschenbacher Kleintierzuchtverein präsentierten sie am dritten Adventswochenende ihre Schätze. Zum Lohn für die Arbeit des Jahres gab es Bestnoten von den Preisrichtern.

Am Samstagvormittag empfing die Gutachter im Vereinsheim des Kleintierzuchtvereins am Birschlingweg eine große Geräuschkulisse. 441 Tiere gackerten und schnatterten, gurrten und krähten um die Wette, als wollten sie mit ihrem stimmlichen Potenzial beweisen: Hört her, ich bin der Beste! Die Langohren der Kaninchenzüchter hielten mit treuen Blicken dagegen. Zur Schau stellten sich am Wochenende 391 Tiere in 27 Geflügelrassen und 64 Farbaufschlägen. Sieben Kaninchenzüchter präsentierten 50 Tiere in sechs Rassen.

Zu den Diamanten des Vereins gehören die Jugendlichen. Die Tierliebe wird den Buben und Mädchen schon im Kindesalter eingeimpft. Die Erfolge zeigen die Lokalschauen. Die Ausstellungsleiter Werner Kennel junior, Wolfgang Dobmeier, Josef Dötterl und Florian Götz freuten sich über 14 Jungzüchter als Teilnehmer. Die Preisrichter Wolfgang Bockisch (Nürnberg), Josef Dobmeier (Waldthurn), Joachim Hagen (Sulzbach-Rosenberg), Johann Froschmeier (Überacker), Michael Hofmann (Kalchreuth), Heinz Rupprecht (Burgthann) und Karl Schön (Vohenstrauß) sprachen übereinstimmend von einer Leistungsschau mit Vorbildcharakter. "Eine solch tolle Organisation und Atmosphäre erlebt man in Nordbayern kein zweites Mal", bemerkte ein Gutachter voller Anerkennung.

Adventliches Ambiente

Dieser erste Eindruck, ergänzt um das adventliche Ambiente der Ausstellungshalle, sollte dennoch nicht den Blick der Schiedsrichter verstellen. Auf den Bewertungsbögen kommentierten die Experten ausführlich Masse, Kopfzug, Keilfülle, Farbe oder Gefieder, lobten "elegante Formen" oder "Abschluss und Stand", einen "edlen Kammschnitt" oder bescheinigten den still vor sich hin knabbernden Langohren hervorragende Fellstruktur und schöne Rückenlinien. Gleichzeitig gaben die Preisrichter Züchtern und Zaungästen wertvolle Empfehlungen für die weitere Zucht.

Der Verein um Vorsitzenden Werner Kennel senior und die aktiven Mitglieder präsentierte eine Leistungs-Schau erster Güte, wie sich erst so richtig bei der Schlussbesprechung mit den "sieben Weisen" des Landesverbandes Bayerischer Kleintierzüchter zeigte. An zahlreichen Käfigtürchen prangten goldene, rote oder blaue Sieger-Rosetten oder es gab Hinweise der besonderen Anerkennung in Form kleiner Urkunden. Überglücklich zeigten sich in der Sparte Federvieh die Ausstellungsleiter Werner Kennel junior und Wolfgang Dobmeier. Mit 22 Bestnoten, einem "HV" ("hervorragend") gab es für Züchter und Verein vorgezogene Weihnachtsgeschenke.

Jugend vorne dabei

Sie wurden ergänzt mit zehn Bewertungen der Note "vorzüglich". Über Höchstnoten freuten sich auch die Kaninchenzüchter. Zu den erfolgreichen Teilnehmern zählte auch die Jugend mit bemerkenswerten Auszeichnungen. Am Samstagabend hieß es an der reichhaltigen Tombola "ausverkauft", und auch der Gastronomiebetrieb lief auf Hochtouren.
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