In Rieden bald neues Bauland

Auf dem Lederer-Acker in Rieden soll das nächste Baugebiet der Gemeinde entstehen: Der Gemeinderat stellte jetzt die Weichen dafür. Bild: sam.

Rieden bekommt ein neues Baugebiet: Den ersten Schritt dazu hat jetzt der Gemeinderat getan. Die Planungsentwürfe sehen auf dem Lederer-Acker 27 Bauparzellen vor.

Der Marktgemeinderat hat jetzt den Aufstellungsbeschluss für dieses Baugebiet gefasst. Es soll Lederer-Acker heißen und liegt zwischen der Bad- und der Vilshofener Straße. Die große Fläche reicht fast bis zum Festplatz Rieden. Sie wird komplett in den Bebauungsplan übernommen. Tatsächlich bebaut werden kann allerdings nur rund die Hälfte, weil der Rest des Areals im Hochwasserschutzgebiet liegt und freigehalten werden muss.

Aber diese Flächen können für Ausgleichsmaßnahmen verwendet werden. Diese muss die Gemeinde auch schaffen, da das gesamte Areal im Landschaftsschutzgebiet liegt. Nicht zuletzt handelt es sich um ein Filetstück nahe des Ortszentrums, das für die künftige, bauleitplanerische Entwicklung in der Marktgemeinde prädestiniert ist.

Wesentlicher Diskussionspunkt zum Lederer-Acker war die gewünschte Unterbringung einer Lagerhalle für die Firma Fenstertechnik Weinfurtner, die auf der Straßenseite gegenüber logiert.

Die Räte sprachen in ihrer Sitzung aber auch noch über weitere Projekte, darunter eine Bauvoranfrage der Firma Carbon Cycle, vertreten durch Geschäftsführer Gerhard Büttner. Sie will eine Meileranlage zur Herstellung von Pflanzenkohle auf dem Grundstück Schwandorfer Straße 30 errichten. Das Grundstück im Industrie- und Gewerbegebiet Vilshofen wurde jüngst zu diesem Zweck verkauft und soll nun das Baugenehmigungs-Verfahren durchlaufen.

Der Marktgemeinderat zeigte sich erfreut über die geplante Ansiedlung, vor allem aber über die neuen Arbeitsplätze, die damit entstehen. Der Ansiedlung dieser Firma sollen weitere gewerbliche Nutzungen auf deren über 8500 Quadratmeter großen Gelände folgen. So sollen auf der gesamten Fläche mittelfristig etwa zehn Arbeitsplätze entstehen, berichtete der Bauherr.

Nachdem derzeit auch das vorgelagerte, abgebrannte Gelände der ehemaligen Firma Formstuhl auf Vordermann gebracht wird, ist mit der Ansiedlung von Carbon Cycle das Industrie- und Gewerbegebiet am Ortsrand von Vilshofen in Richtung Schwandorf komplett belegt. Der erste bauliche Erschließungsschritt soll mit Errichtung und Betrieb der Meileranlage geschehen. Das hier durch die Holzverbrennung erzeugte Gas soll für Stromerzeugung oder Fernwärme umgenutzt werden. Weitere Verwendungen würden aktuell noch geprüft, erläuterte Büttner. Keinesfalls soll das gewonnene Gas aus umwelt- und emissionschutzrechtlichen Gründen sinnlos verpuffen. Das zur Erzeugung von Biokohle benötigte Holz soll weitestgehend aus der Region kommen, aus einem Einzugsgebiet von 60 Kilometern.
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