"In uns selbst wohnen"

Freude bereitete bei der Adventsfeier des Seniorenclubs der Auftritt des Eschenbacher Kinderchores, der unter der Leitung von Joachim Steppert (rechts) Advents- und Weihnachtslieder sang. Auch die Stubnmusi gestaltete die Veranstaltung musikalisch mit. Bild: rn

Herbergssuche findet auch im Jahr 2015 statt, wo "wir täglich von Menschen erfahren, die fliehen müssen, die vertrieben werden und nicht wissen, wie es für sie und ihre Familie weitergeht". "Die Tür macht auf" für alle, die auch heute auf Herbergssuche sind, lautete deshalb die Aufforderung beim Seniorenclub.

Unter den Leitgedanken "Herbergssuche" stellte der Helferkreis des Seniorenclubs die Adventsfeier. Als Eingangslied dazu wählte er "Macht hoch die Tür". Leiterin Maria Förster wies darauf hin, dass Herbergssuche nicht nur mit Weihnachten, der Heiligen Familie und deren Flucht nach Ägypten zu tun habe. "Wo werde ich eine Herberge finden, fragt sich auch mancher Mensch bei uns, der in Sorge ist, im Alter vielleicht noch einmal umziehen zu müssen, weil in der jetzigen Wohnung ein selbstständiges Leben nicht mehr möglich ist."

Nach der historischen Herbergssuche, vorgetragen in Liedform, entzündeten Helferinnen auf den Tischen Kerzen. "Feiern wir Gottes Sympathie für die, die am Rande leben, die im Dunkeln leben und übersehen werden", forderte Förster die Senioren auf. Danach ging sie auf die Flucht der Heiligen Familie damals und von Menschen heute ein.

"Wir können die Weihnachtsgeschichte auch so verstehen, dass wir dieser Stall sind, in dem Gott geboren wird, und er so unser Leben in ein neues Leben taucht", lautete schließlich das Fazit. Es gelte daher Weihnachten so zu feiern, "dass es uns Mut macht, in uns selbst zu wohnen". Die Eschenbacher Stubnmusi begleitete den besinnlichen Teil musikalisch.

Pfarrer Thomas Jeschner dankte den Senioren in dem mit viel Liebe kunstvoll dekorierten Pfarrsaal für ihr treues Kommen, Stadt und Stadtverband für die Unterstützung und dem Helferteam für die vielfältige Programmgestaltung. Gemeinsam mit Kirchenpfleger Dieter Kies übergab er den Helferinnen Präsente.

Zweiter Bürgermeister Karl Lorenz bescheinigte dem Team um Maria Förster "sehr gut vorbereitete Veranstaltungen" und überreichte die Weihnachtsgabe der Stadt. Dieter Kies, Vorsitzender des Stadtverbands, zückte als Beitrag zum Helferessen einen "kleinen Weihnachtsbrief". Förster selbst bedankte sich mit Blumen bei ihren Mitarbeiterinnen.

Bei Kaffee, Punsch, Gebäck und gemeinsam gesungenen Advents- und Weihnachtsliedern ging ein unterhaltsamer Nachmittag zu Ende. Jeder Besucher freute sich über ein Glas Honig sowie ein Buch mit Weihnachtsliedern.
Weitere Beiträge zu den Themen: Eschenbach (13379)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.