Indianer lieben den Cowboy-Tanz

Die Cowboys des Fatima-Kindergartens legten eine flotte Sohle aufs Parkett. Das Sommerfest war ein gelungener Jahresabschluss. Bild: cs

Winnetou und sein Blutsbruder Old Shatterhand hätten ihre helle Freude am Sommerfest des Fatimakindergartens am 11. Tag des 7. Mondes, (Samstag) gehabt. Es wimmelte nur so von "Schne-Bie-Spa-Indianern (Schnecken-, Bienen-, Spatzengruppe), die großartig aufführten, wie es im Wilden Westen zuging.

Schon die Einladung durch "schneller Pfeil" versprach, es wird zweieinhalb Stunden nach dem höchsten Sonnenstand im Tipi am Spielplatz des Fatima-Stammes ein echtes indianisches Erlebnis geben. Die vom Förderverein des Fatima-Kindergartens finanzierte Halle bot dabei idealen Schutz vor der gnadenlosen Sonne.

Kriegsbeil begraben

Die jungen Schauspieler entführten das Publikum, darunter neben den Familien der Kinder auch ehemalige und künftige Schützlinge sowie Dekan Dominik Sobolewski, Pater Frank Schwegler und Kirchenpfleger Wilhelm Schelz als Repräsentanten des Trägers der Einrichtung, in die neue Welt bis in die Zeit der Entdeckung durch Christoph Kolumbus. Die Stadt wurde vertreten von der Familienbeauftragten und Stadträtin Elisabeth Kolleng.

Wie die Indianer tanzen, schleichen, das Kriegsbeil begraben, die Friedenspfeife rauchen - die kleinen Akteure setzten es mit Feuereifer um. Sie wussten auch von den Sorgen des alten Häuptlings: "Er hat es schwer, die Postkutsche gibt es bald nicht mehr, der weiße Mann baut mit eigener Hand die Eisenbahn ins Land."

"Bald ist es vorbei, es endet unsere Kindergartenzeit, wir gehen bald zur Schule, denn wir sind bereit", so verabschiedeten sich die Vorschulkinder im Chor und an das Kindergartenpersonal gerichtet, versicherten sie: "Die Zeit mit Euch war wunderschön." Oberhäuptling S. Olga Weberndorfer wünschte den Schulanfängern auch im Namen ihres Stammes von 16 Mitarbeiterinnen für den neuen Abschnitt alles Gute, in der Hoffnung, "dass Ihr den Lehrern so viel Freude macht wie uns." Ihr Dankeschön war an alle Helfer gerichtet, die zum Gelingen des Sommerfestes beigetragen haben.

Alles Gute und Gottes Segen im neuen Wirkungskreis galten den beiden Geistlichen, die in Kürze die Pfarrei verlassen. Für den Ältestenrat (Elternbeirat) des Fatima-Stammes wandte sich Vorsitzende Maria Bock an Squaws und Apachen, derzeit 65 einschließlich Krippe. Es gab viel Lob für die ihre Darbietungen, die sie mit den Erzieherinnen eingeübt hatten.

Präriegras und Maisfladen

Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein im Lager wurden indianische Speisen und Getränke serviert. Vom Büffelfleisch, Präriegras, Feuer- und Silberwasser bis hin zu sprudelnder Quelle, Bohnenbrühe und Maisfladen.
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