Infos auf sanften Druck

Im Kulturausschuss führte Sören Jacobshagen (Zweiter von rechts) Bürgermeister Rupert Troppmann (rechts) und den Mitgliedern des Gremiums einen "Touch-Info-Point" vor. So ein Gerät soll bald im Stadtmuseum stehen. Bild: esc

Der Kulturausschuss holt Computertechnologie ins Museum. Der neue Touch-Info-Points lässt sich einfach bedienen und warten.

Neustadt/WN. (esc) Das Museum wird sich bald in eine Reihe mit Einrichtungen wie dem Haus der Wannseekonferenz Berlin oder dem Nationalpark Hainich in Thüringen stellen: Die Neustädter Einrichtung wird stolzer Besitzer eines Touch-Pads. Der Kulturausschuss informierte sich über das mobile Gerät - und zwar direkt am "lebenden Objekt".

Flexible Gestaltung

Hard- und Software kommen von "VideoSystemTechnik" (VST). Die Firma mit Sitz in Saalfeld hat bereits unter anderem die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg ausgestattet. Sören Jacobshagen, verantwortlich für Projektierung und Vertrieb für Ausstellungs- und Museumstechnik, führte den Ausschussmitgliedern den PC vor. Individuell lasse sich der Touch-Info-Point gestalten: angefangen vom Startbildschirm über die verschiedenen Module bis zur Farbauswahl.

Videos, Bildergalerien, pdf-Dokumente, Spiele und auch ein Internetzugang ließen sich laut Jacobshagen auf das Gerät spielen. "Und das ist alles ohne großen Aufwand änderbar", sagte der Fachmann. Das Basispaket liefert die Firma, der Inhalt kommt von der Stadt.

Stadtrat Bernhard Knauer, Vorsitzender des Museumsvereins, ist sich sicher: "Wer ein bisschen über Computer-Kenntnisse verfügt, der kann das Pad selbst pflegen und bestücken." Sprach's und unterzog den PC gleich einer Probe: Die Bilder auf einem mitgebrachten Stick waren innerhalb weniger Sekunden heruntergeladen.

180 Gigabyte, ein 32-Zoll-Bildschirm und die einfache Bedienung des Systems - der Computer ist mit Windows 7 ausgestattet - haben die Mitglieder des Kulturausschusses beeindruckt. "Das System ist langlebig und dauerhaft und sehr einfach zu benutzen", erklärte Jacobshagen.

"Es ist ein einfaches System, von der Größe her passend für unser Museum, und die Handhabung ist simpel", fasste Bürgermeister Rupert Troppmann im Anschluss zusammen. Und Knauer betonte: "Mit diesem System ist kein Service-Mann nötig. Wir können alles selbst erledigen" - und somit auch Folgekosten sparen. Auch dritter Bürgermeister Heribert Schubert (SPD) war von der "Bestückung just in time" angetan. "Das ist eine innovative Bereicherung für das Museum."

Standortwechsel problemlos

Weiterer Pluspunkt des Touch-Info-Points: Das Gerät ist mobil und braucht nur an die Steckdose angeschlossen zu werden, es fährt dann von alleine hoch. "Mich hat es überzeugt", schloss Troppmann. "Es ist leicht zu transportieren, und wir können den PC auch zu Veranstaltungen ins Rathaus holen." Seinem Vorschlag zur Beschaffung des Info-Pads für etwa 7500 Euro kamen die Stadträte einstimmig nach.
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