Initiative hilft beim Notfallplan
Im Blickpunkt

Sulzbach-Rosenberg. (phl) Wegen der zunehmenden Zahl von Menschen auf der Flucht vor Krieg und Zerstörung ist es nun so weit, dass der Notfallplan in Kraft tritt. Kurzfristig werden Flüchtlinge in der Turnhalle der Walter-Höllerer-Realschule untergebracht. Dies ist für sechs Wochen angedacht.

"Sulzbach-Rosenberg hilft!" wird sich selbstverständlich darum bemühen, den teils schwer traumatisierten Menschen zu helfen und den Aufenthalt dort so angenehm wie möglich zu gestalten. Denn es ist klar, die Unterbringung in der Turnhalle kann nur übergangsweise erfolgen und stellt die betroffenen Menschen vor große Belastungen.

Die Initiative lädt daher am Dienstag, 11. August, zu einem großen Treffen ab 20 Uhr in das Capitol ein. Eingeladen sind alle, die helfen wollen. Jeder kann sich in die bereits aktiven Strukturen und Projektgruppen einbringen und mit anpacken. Es geht dabei um Sprachkurse, Freizeitaktivitäten und vieles mehr.

Wer am Dienstag verhindert ist, kann mit den Organisatoren über das Internet Kontakt aufnehmen. Es genügt eine kurze E-Mail. Die Initiative ist erreichbar über die Homepage www.sulzbach-rosenberg-hilft.de. Dort findet man auch Ansprechpartner, Mail, Kontakte und vieles mehr.

Nachgefragt Unterstützung und Toleranz angesagt

Sulzbach-Rosenberg. (oy) Die ganze Aktion ging in gewohnter Manier über die Bühne. Ein Team mit rund 40 Helfern von Feuerwehr, BRK, Kreisbauhof, Stadt und Amtsvertreter richteten am Donnerstag die Realschulturnhalle als zeitweilige Bleibe für bis zu 200 Flüchtlingen ein (SRZ berichtete). Auf Nachfrage bei Landrat Richard Reisinger machte dieser deutlich, dass ab Samstagmittag alles für die Aufnahme bereit sein werde.

Der Kreischef ergänzte, dass in der Turnhalle auch das Ausländeramt eine vorübergehende Filiale zur Registrierung und Unterstützung der Asylsuchenden einrichtet. Bei der Ankunft gewährleistet das Staatliche Gesundheitsamt, das zum Landratsamt gehört, eine erste medizinische Untersuchung durch Ärzte aus dem Notfallbereich. Hierbei sind - genauso wie bei der dreimal täglichen Essenausgabe - auch die Rotkreuzler aus der Herzogstadt gefordert.

"Es sind ständig fünf Landkreismitarbeiter als Ansprechpartner sowie eine Security vor Ort. Hilfreich ist natürlich auch das Verständnis der Bevölkerung für die Situation der Flüchtlinge", wirbt der Landrat für Toleranz.
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