Inklusionsprojekt an der Mittelschule schafft Verständnis für Menschen mit Handcaps
In der Rolle des Rollstuhlfahrers

Die Jugendlichen konnten beim Projekttag auch eigene Erfahrungen beim Rollstuhlfahren machen. Bild: hfz
Nabburg. Sensibel machen für die Situation von Menschen, die mit einem Handicap leben müssen - das war Ziel des Projekttages "Inklusion" an der Mittelschule Nabburg.

Die Schule konnte sich kompetente Partner ins Boot holen: Physiotherapeuthin Doris Bauer - zugleich Fachübungsleiterin für Reha- und Behindertensport mit Rollstuhllizenz - Orthopädiemeister Philipp Vogel vom Rehateam Betzlbacher und Robert Gailersdörfer vom Roll-Stuhl-Club Amberg. Das RSC-Mitglied ist nach einem Motorradunfall gelähmt.

Zunächst gab es eine theoretische Einführung zu Krankheitsbildern, die Menschen in den Rollstuhl zwingen. Im praktischen Teil lernten die Schüler, das Handling eines Rollstuhls keinen und spielten Rollstuhlbasketball. Es wurde auch klar, wie schnell Rollstuhlfahrer an Türen, Treppenabsätze und Türschwellen an Hindernisse stoßen.

In der "Frag-Sag-Runde" schilderte der querschnittsgelähmte Robert Gailersdörfer seine Alltagsprobleme. Er berichtete, wie man Auto fährt, der Arbeitsalltag abläuft, eine Urlaubsreise geplant wird. Die Schüler erfuhren dabei, wie Menschen mit Handicap ihr Leben meistern.

Schulleiter Simon Weidner, Konrektor Michael Chwatal und alle Beteiligten waren sich zum Schluss einig: Das Inklusions-Projekt wird für das nächste Schuljahr wieder eingeplant.
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