Innen vor Außen

Den demografischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel planvoll und vorausschauend bewältigen: Das will die Stadt mit Hilfe eines Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) und eines integrierten Handlungskonzepts (IHK).

Zur Vorstellung der bisherigen Ergebnisse des ISEK hatte Bürgermeister Peter Lehr eine "kleine Bürgerversammlung" in der Aula der Markus-Gottwalt-Schule anberaumt. Referenten dort waren vor der unerwartet hohen Zahl von ungefähr 50 Zuhörern Michael John vom Basis-Institut für soziale Planung und Städteplaner Klaus Stiefler.

Beide erläuterten die Resultate der seit mehr als einem Jahr tätigen Arbeitskreise, die der Entwicklung eines ISEK dienen sollen. Als dessen Ziel nannte Lehr das Herausarbeiten von Stärken und Schwächen der Stadt, um Chancen zu nutzen und Risiken zu beseitigen oder abzuschwächen. Vor allem die Belebung der Innenstadt durch Handel und Wohnen liegt ihm dabei am Herzen.

Michael John stellte die Ergebnisse von elf Erhebungen und Beteiligungsmethoden vor. Dazu zählten die Zukunftswerkstatt, der Jugendwettbewerb, Bürgerbefragungen und die städtebauliche Bestandsaufnahme. Der Sozialplaner sagte einen Rückgang der Bevölkerung in den nächsten 50 Jahren auf unter 3000 Einwohner voraus. Er rief zum Nachdenken über andere Schulformen auf und wies darauf hin, dass die "Massenbevölkerung der älteren Generation" Auswirkungen auf alle Lebensbereiche haben werde.

Klaus Stiefler widmete sich städtebaulichen Gesichtspunkten. Nicht nur Leerstände seien dabei problematisch: Der Städteplaner wies auch zahlreiche ungenutzte Baugrundstücke in den Siedlungsgebieten nach. Diese stellten für die Kommune ein finanzielles Problem dar. Es gelte daher, die Verkaufsbereitschaft der Eigentümer abzufragen.

"Innenentwicklung muss vor Außenentwicklung gehen", lautete seine Forderung bei der Bereitstellung von Bauland. Dazu brachten auch die Zuhörer Gedanken ein. So wurde von einem "tückischen Risiko" gesprochen und davon, dass verwilderte Flächen plötzlich unter Biotopschutz stünden. (Ausführlicher Bericht folgt.)
Weitere Beiträge zu den Themen: Eschenbach (13379)Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.