Interesse an "ihrer" Stadt

Applaus für markante Leistungen im Vereinsleben und im Sport Pfreimd. (cv) Ehrungen gab es bei der Bürgerversammlung für herausragende Leistungen im Vereinsleben und im Sport. Franz Großmann war 24 Jahre Vorsitzender der Feuerwehr Hohentreswitz, managte Gerätehausbau und Gründungsfest. Fritz Leipold, 20 Jahre Präfekt der Marianischen Männerkongregation, war ein Zugpferd in der Mitgliederwerbung und Josef Birner führte 15 Jahre die Kassengeschäfte. Bürgermeister Richard Tischler (rechts) bezeichne

Gemeinsam Lebensqualität erhalten und schaffen - Bürgermeister und Stadtrat arbeiten daran. Dass sich die Pfreimder eingebunden fühlen, zeigte die Bürgerversammlung. Die Zahl der Besucher spricht für sich.

Pfreimd. (cv) "Ich bin überwältigt, dass so viele Interesse am Stadtgeschehen bekunden", freute sich Bürgermeister Richard Tischler angesichts der rund 130 Besucher in der Aula der Landgraf-Ulrich-Schule. Auch Landrat Thomas Ebeling war "gerne gekommen", um zu erfahren, "was in der Gemeinde los ist, wo der Schuh drückt".

Sie zählt derzeit 5380 Einwohner. Das ist eine Steigerung, die auf den Zuzug von 100 Asylbewerbern zurückzuführen ist. In einer einstündigen Präsentation erläuterte Tischler die Projekte dieses Jahres. In den Breitbandausbau flossen 330 000 Euro (80 Prozent Förderung). Die erste Runde in den östlichen Gemeindegebieten ist im Frühjahr abgeschlossen, dann folgt in der zweiten Ausbaurunde der Westen. "Einfach wunderschön" kommentierte Tischler die Erweiterung des Horts (50 000 Euro), um der immer mehr gefragten Nachmittagsbetreuung Rechnung zu tragen.

Auch ein anderer Wunsch, die Sanierung der Friedhofsmauer, wurde nach sieben Jahren erfüllt. 240 000 Euro wurden für die Aufweitung der engen Zufahrt ins Gewerbegebiet "Am Kalvarienberg" in die Hand genommen. Dazu gab es noch 20 Pendlerparkplätze. An der Wernberger Straße entsteht ein neues Gewerbegebiet: "Die drei Parzellen sind schon so gut wie verkauft." Im dritten Bauabschnitt "Am Kalvarienberg" sollen ebenfalls 2016 die Bagger anrollen. Bewegt hat den Stadtrat der Windpark Pamsendorf. Der Windpark und die - letztendlich abgelehnte - Paintballanlage hätten der Verwaltung "viel Zeit und Energie gekostet". Im März soll laut Tischlers Info-Stand Baubeginn für den Windpark sein. Im Juni "kommen die Türme, im September gehen sie in Betrieb". Im Erschließungsvertrag der Stadt mit der Deglmann Windpark Management GmbH seien die Vorkehrungen zur Sicherung der Trinkwasserversorgung getroffen.

27 neue Bauplätze

Noch bis 2016 warten muss der Vollausbau der Gemeindeverbindungsstraße Aspachmühle, da sich die Förderkriterien geändert und die Kosten erhöht haben. 2016 geht auch ein sehnlicher Wunsch in Erfüllung: Westlich der Nabburger Straße - in dem Areal zwischen der bestehenden Bebauung und dem Bauhof/Recyclinghof entstehen 27 neue Bauparzellen. Tischler verhandelte gleich nach seinem Amtsantritt "ein Jahr". Am Mittwoch wird das neue Gebiet im Stadtrat vorgestellt. Es soll im Frühjahr realisiert werden. Mit 35 Bauwilligen auf der Warteliste gibt es allerdings mehr Bewerber als Parzellen. In Weihern entstehen in den "Mahdwiesen" zwölf Bauplätze. Tischler geht davon aus, dass in Weihern auch das neue Feuerwehrhaus nächstes Jahr umgesetzt wird. Vier Jahre zieht sich die Planung mit der DB Netz AG hin. Nun hofft Tischler, dass man die Stützmauersanierung an der Bahnlinie im Kellerweg nächstes Jahr realisieren kann: Rechtlich ein Muss und 500 000 Euro teuer.

Froh ist Tischler über die wieder intakte Basketballanlage auf dem Schulsportplatz, den Gruppenraum der Wasserwacht und die nun mit dem "Stadtturm" besetzte Position des Ortsheimatpflegers. Erneuert werden muss der Holzsteg über die Naab. Gedanken machen wird man sich über die Form einer solidarischeren Berechnung der Straßenausbaubeiträge. Sinnvoll ist es, den Gesetzesentwurf im Frühjahr abzuwarten. Im Stadtgebiet werden alle Straßen auf ihren Zustand untersucht und in eine Prioritätenliste eingetaktet. Auch über einen Aufbewahrungsort für die archäologischen Funde in Iffelsdorf wird sich die Stadt Gedanken machen müssen. Im nächsten Jahr will man im Zuge der Stadtsanierung mit dem Lehrlingswohnheim "Wohnlöwe" beginnen und einen neuen Anlauf zur Planung der Iffelsdorfer Brücke machen.

Die lieben Bäume

Unter "emotionale Themen" ordnete der Bürgermeister die Kontroversen um Bäume ein: Seien Sie gnädig mit denen, die Bäume weghaben wollen und seien Sie gnädig mit denen, die sie erhalten wollen". Tischler appellierte auch daran, sich für den Schülerlotsendienst zur Verfügung zu stellen, Verständnis für den Winterdienst zu haben, der in mehr Gebieten räume, als er müsste. Ein Dank ging an den Arbeitskreis Asyl, dessen 70 Helfer sich dafür einsetzen "dass Integration gelingt" und es "ruhig bleibt". Die beispielhafte Arbeit werde auch von der Regierung der Oberpfalz gelobt. Und eine persönliche Bitte zum Schluss: "Nachbarschaftsstreitigkeiten sind keine Sache für den Bürgermeister". (Hintergrund)
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