Invasion der Ameisen

"Wir machen heute Party bis sechs Uhr früh." Begeistert folgte ein bunt maskiertes und kostümiertes Völkchen dem Aufruf von DJ und Sänger Walter.

Und Zeremonienmeister Markus von der Faschingsgesellschaft rief den Mädels zu: "Ihr dürft euch voll verausgaben!" Das ließen diese sich nicht zweimal sagen: Der Weiberfasching von Katholischem Frauenbund und Frauen-Union (wir berichteten) geriet zu einer langen, langen Partynacht. Susanne Schug und Monika Stopfer gaben dafür den Startschuss.

Eine Epidemie, die sie Fasenacht nannten, habe sich auch in Eschenbach verbreitet - und sie sei es wert, gepflegt zu werden. "Man sieht's den Narren schon an im Raume, die ersten Symptome sind Frohsinn und gute Laune", reimten sie weiter.

Ein "Ameisen Helau" hatte einen besonderen Hintergrund: Im Sommer 2014 hatte der Sportplatz des SCE nach einer Rasenpflegeaktion eine große Ameiseninvasion erlebt. Das Spiel gegen die Fußballer aus Kirchenthumbach musste daher abgesagt werden. Dies war für den Katholischen Frauenbund Kirchenthumbach der Anlass, als Ameisenschwarm in den Saal einzuziehen.

Mit großem Gefolge folgten Prinzessin Lidia I. und Prinz Andreas II. Die Rosen, die die Mädchen der Prinzengarde mitführten, waren für Trainerin Evelyn Hartmann gedacht, der Michael König, der Vorsitzende der Faschingsgesellschaft, im Namen aller zum 30. Geburtstag gratulierte. "Es hat zum ersten Mal jemand geschafft, mich am Geburtstag zu Tränen zu rühren", bekannte diese.

Zum Geburtstagsgeschenk der Garde für ihre Trainerin gehörten auch der sofort mit viel Schwung und Elan gezeigte Gardetanz und später der Showtanz. Er wurde angekündigt als "Auffangstation der vergessenen Musicals" mit Elementen aus "Cats" und "Tanz der Vampire". Mit Ovationen begleitete das närrische Weibervolk den Weg der "Liesels" von der Waterkant über Rhein, Main und Isar an den Rußweiher. Begeistert stimmte es bei Zwischenstationen ein in "Auf der Reeperbahn", "Kornblumenblau" oder "Skandal im Sperrbezirk".



Dann kündigte der DJ eine weitere Augenweide an: Das Männerballett warf die Beine in die Höhe. In die 1950er Jahre versetzte die "Showtanzgruppe Damen" die Besucherinnen. Begleitet von Rock-'n'-Roll-Musik fegten die Junggebliebenen übers Parkett und ließen die Petticoats rauschen.

Erst weit nach Mitternacht kehrte beim "Scherm-Karl" Ruhe ein. Miezekatzen, Ameisen, Teufelchen und Vampire hatten großes Durchhaltevermögen gezeigt.
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