Investitionen lohnen sich

Nach drei Unentschieden in Folge gelang dem SV Etzenricht ein hoch verdienter 4:0-Heimerfolg gegen den TSV Langquaid. Patrick Beßenreuther (rechts) erzielte dabei sein erstes Landesligator. Bild: war

Der SV Etzenricht investierte weit mehr als der TSV Langquaid in die Partie am Karsamstag und belohnte sich mit einem in dieser Höhe vollkommen verdienten 4:0-Heimerfolg.

Etzenricht. (war) "Wir kommen von der Besetzung her auf dem Zahnfleisch daher und richten unser Hauptaugenmerk auf das Vermeiden des direkten Abstiegs. Wir hoffen, in der schwierigen Relegation zu bestehen", kommentierte der junge Trainer des TSV, Patrick Scheibenzuber, den Auftritt. Gepaart mit einem Kompliment für die Heimmannschaft: "Etzenricht hat ganz einfach die bessere Einstellung gezeigt." Für den TSV war es die fünfte Niederlage in Serie. Aber auch SVE-Trainer Michael Rösch hatte Besetzungsprobleme. Mit Andreas Schimmerer, Thomas Schärtl und Johannes Pötzl fehlte die komplette Sturmreihe. Das Trio steht immerhin für 14 Saisontreffer.

Tor und eine Vorlage

Das Torschießen übernahmen dann andere. Stephan Herrmann gelang gegen eine nicht gut sortierte TSV-Deckung die Pausenführung. Die Vorarbeit ging auf das Konto von Martin Pasieka, der sich im Strafraum kraftvoll durchsetzte. Wiederum Kapitän Herrmann, der den Angriff mit hohem Tempo einleitete und Pasieka als Vorlagengeben standen beim 2:0 Pate. Andreas Pollakowski schoss flach aus spitzem Winkel, vom Körper des TSV-Keepers Armin Pillmeier prallte der Ball über die Linie. Pollakowski erhöhte auch auf 3:0, gab nach einer scharf in das Angriffszentrum gespielten Hereingabe von Andreas Müller die Richtung vor. Langquaid hatte in dieser Phase bereits aufgesteckt, nahm die Zuschauerrolle ein.

Den Schlusspunkt markierte Joker Patrick Beßenreuther mit seinem ersten Treffer bei seinem zweiten Einsatz im Landesliga-Team. Den öffnenden Pass in die Gasse spielte Marco Lorenz. Eine ganz dicke Gelegenheit hatten die Elf von der Donau auch: Bereits in der 10. Minute feuerte Benjamin Bachhuber aus fünf Metern auf das Etzenrichter Tor und Michael Heisig bugsierte den Schuss mit einer Klassereaktion über die Latte. Das zweite Mal musste er sich nach 71 Minuten bei einem Distanzschuss strecken, mehr offensive Aktionen aus Sicht der Gäste kamen nicht zustande. Im Gegenteil, denn Pasieka hatte mehrfach Gelegenheit (12., 37. 83.), seine Trefferquote auf 10 zu erhöhen, er glich sein Schusspech aber mit feinen Torvorbereitungen aus.

"Der Teamgeist wird groß geschrieben und der Stamm integriert die nachrückenden jungen Spieler aus der Reserve ausgezeichnet", lobte Etzenrichts Trainer Rösch die Gesamtleistung. Trotz gewisser Brisanz, die Beteiligten kämpfen um den Erhalt der Liga, hätte die Paarung einen Fairness-Preis verdient gehabt, denn der Schiedsrichter musste nicht eine Gelbe Karte in die Hand nehmen.
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