Irene Fritz aus Weiden und Sabine Hannesen aus Berlin stellen im Wurzer Pfarrhof aus
Farbe, Licht und Alltag auf der Leinwand

Der historische Pfarrhof in Wurz glänzt nicht nur durch die Sommerkonzerte. In jedem Jahr werden im Marstall und im kleinen Galerieraum Arbeiten regionaler und überregionaler Künstler gezeigt. In diesem Jahr stellen zwei sehr unterschiedliche Künstlerinnen ihre Arbeiten aus.

Die Fotoarbeiten der Kunsthistorikerin und Germanistin Sabine Hannesen aus Berlin sind Farbmalereien, präsentieren sich als Licht- und Farbentdeckungen in der Natur und Architektur. Laudator Professor Heimo Ertl, pensionierter Akademiedirektor, Literaturwissenschaftler und Bildhauer aus Effeltrich bei Forchheim, sagte bei der Vernissage: "Ihr gelingt es, das Licht des Wunderbaren im Augenblick festzuhalten." Mit ihren an bunte Schleifenbilder erinnernde Momentaufnahmen gelinge es ihr, Augenblicke festzuhalten, die ansonsten verloren gehen würden.

Eine völlig andere Kunst ist im ehemaligen Marstall des historischen Pfarrhofs zu sehen. Großformatige Bilder von Irene Fritz, Kunstpädagogin, freischaffender Malerin und Leiterin der Kulturwerkstatt Kalmreuth und Weiden, verwandeln den Raum in eine Farboase. Die Bilder werden die Konzerte auf ganz eigene Art einrahmen, untermalen, bei Regenwetter belichten. Ihre Arbeiten wurden nicht von einem Laudator vorgestellt, vielmehr entwickelte sie in einem kurzen "Künstlergespräch" mit dem Journalisten Jörg Otto einen Zugang zu ihrem Werk. Sie gab zu, nach langer Ausstellungspause doch recht aufgeregt und gespannt auf die nächsten Wochen zu sein.

Lange habe sie sich auf die Präsentation vorbereitet, "Bei der Anfrage, ob ich in Wurz meine Bilder zeigen wolle, hatte ich noch ein Jahr Zeit mich vorzubereiten." Ihre Bilder zeigen häufig kleine alltägliche Gegenstände vor lockeren Farbflächen. "Ich mag Dinge, Stillleben, Flächen und Linien." Alltagsgegenstände regten sie an, führten sie in Assoziationen, diese bringe sie ebenso wie mit den Gegenständen verbundene Erinnerungen auf die Leinwand. Die Kombination von Subjekt und Erinnerung entwickle sich für den Betrachter zu einem Rätsel, das er lösen will - oder als rätselhaft akzeptiert.
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