Jäger fordern Abschusspläne für jedes einzelne Revier
Gegen "Topflösung"

Im Jagdgebiet rund um Ehenfeld ist alles in Ordnung. Das bestätigt das forstliche Gutachten für Waldverjüngung und Verbiss, das das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten vorgelegt hatte und auf das bei der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Ehenfeld Bezug genommen wurde.

In seinem Rückblick erinnerte Jagdvorsteher Hubert Heuberger an das Treffen der Hochwildhegegemeinschaft. Dabei sei festgestellt worden, dass der Abschussplan nur im Jagdgebiet Ehenfeld-Ost zu 100 Prozent erfüllt worden sei. Kritisch sehen die Ehenfelder Jäger, dass es keine Abschlusspläne mehr für jedes einzelnes Jagdgebiet gibt, sondern eine sogenannte "Topflösung", einen Gesamtabschussplan pro Landkreis.

Heuberger verwies auf gesellschaftliche Veranstaltungen wie Reh- und Fischessen. Die Jagdgenossen hätten viel Arbeit mit dem Wegebau gehabt. Abfräsmaterial sei in den Wegen ab Kindlas in Richtung Staatsstraße Amberg-Weiden und in dem Bereich an der Kohlberger Kreuzung eingebracht worden. Durch die großen Ausschwemmungen musste viel Material verbaut werden. Der Jagdvorsteher würdigte, dass sich viele mit ihren privaten Geräten beteiligten. Des Weiteren erwähnte er eine erfolgreiche Treibjagd mit einigen erlegten Wildsauen. Heuberger gab die Reparatur der sogenannten Wiesenhexe bekannt, die nun wieder zu benutzen sei.

Laut Vorsitzendem verursachten das Wild und vor allem Wildschweine Schäden, aber auch Verkehrsunfälle. Heuberger bat die Geschädigten, sich direkt mit dem Jagdpächter oder dem Vorstand in Verbindung zu setzen, um die Verwüstungen auf einfachem Weg zu regeln. Heuberger verwies auf den Besuch der Messe Interforst. Das Rehessen findet bereits heute statt.

Jagdpächter Hans Heckel klärte über den Jagdbestand und den Abschussplan auf und bedauerte die Wildschäden. "Die Jägerschaft ist immer auf der Hut, um solche Schäden zu vermeiden", versicherte er. Bürgermeister Hermann Falk würdigte die hervorragende Arbeit der Mitglieder, vor allem auch im Wegebau. Wo es möglich sei, werde die Stadt Hirschau die Genossen unterstützen.

In einer längeren Diskussion ging es um die Themen Abschussplan, Wildverbiss und Schutz der Waldverjüngung. Die Versammlung beschloss, den Jagdpachterlös für den Wegebau zu verwenden. Eine Brotzeit bildete den Abschluss.
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