Jäger zielt auf Anzeige

Die Sperrung von Waldwegen soll reduziert werden. Wo sie bleibt, wird sie nach Möglichkeit so weit zurückgesetzt, dass mindestens drei Autos vor den Schildern Platz finden. Bild: Völkl

Spaziergänger und Pilzesucher haben es im Wald an der Gemeindegrenze zu Schnaittenbach schwer. Wer sein Auto in Nähe des Sperr-Schildes abstellt, hat schnell eine Anzeige am Hals.

Wernberg-Köblitz. (cv) Marktgemeinderat Vitus Bauer sprach das Thema in der letzten Marktratssitzung an. An der Gemeindegrenze zu Schnaittenbach seien mehrere Waldwege auf Schnaittenbacher Seite gesperrt worden.

Davon sind auch einige Hauptwaldwege betroffen. Etliche Pilzesucher und Spaziergänger, die diese Sperrung nicht beachtet haben, wurden von einem Jäger angezeigt. Mit der Stadt Schnaittenbach sollte doch eine Reduzierung dieser Sperrungen vereinbart werden.

Platz für Autos

Bürgermeister Georg Butz ergänzte, dass dies auch ein Anliegen des Forstamtes Schnaittenbach ist. Mit der Behörde wurde abgesprochen, dass die Schilder so weit zurückgesetzt werden, dass mindestens drei Autos vor den Schildern Platz finden. Im Übrigen werden die Sperrungen mit der Stadt Schnaittenbach erörtert.

Dritter Bürgermeister Georg Schlögl betonte angesichts der vielen Anzeigen eines Jägers, dass auch die Bevölkerung ein Recht darauf habe, im Wald Erholung zu tanken.

Schlögl wollte auch wissen, wann die beschädigte Friedhofsmauer in Oberköblitz wieder hergestellt wird. Das Ganze dauert, da sich Kirche und Denkmalschutzbehörde noch nicht über die Ausführung einigen konnten. Schlögl wies noch darauf hin, dass an einer Treppe auf dem Friedhof Wernberg kein Geländer angebracht ist. Laut Bürgermeister soll die Berufsgenossenschaft die Notwendigkeit abzuklären. Der Dritte Bürgermeister fragte noch nach, ob die in der letzten nichtöffentlichen Sitzung behandelte Flächennutzungsplanänderung "Kreuzäcker III" öffentlich thematisiert wird. Laut Bürgermeister wird das Ergebnis in der nächsten öffentlichen Sitzung bekannt gegeben.

Mehr Transparenz

Marktgemeinderat Christian Liebl regte an, als zusätzliche Information für die Zuhörer in der Sitzung den Sachverhalt aus den Tagesordnungspunkten mit dem Beamer an die Leinwand zu werfen. Das hat einen Haken: Die Tagesordnung darf nicht vor der Genehmigung durch den Marktgemeinderat veröffentlicht werden.

Nach dem Sachstand zum Zusammenschluss von Kommunen gegen die Gleichstrompassage erkundigte sich Maria Schlögl. Bürgermeister Butz informierte, dass am 18. November die konstituierende Sitzung des Regionalen Planungsausschusses stattfindet. Das Thema steht auf der Tagesordnung.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9311)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.