Jagd auf das Spitzenduo

Die DJK Dürnsricht, links Kilian Mauderer beim 4:2-Sieg in Winklarn, will im Derby den Nachbarn 1. FC Schwarzenfeld zu Fall bringen. Bild: bwr

Von wegen Langeweile an der Spitze der Kreisliga West. Das Führungsduo FC Schwarzenfeld und TSV Detag Wernberg hat es mit heißen Gastgebern zu tun. Auf Ausrutscher lauert der seit Wochen ebenfalls in bestechender Form spielende FC Wernberg.

Schwandorf. (hür) Bereits am Samstag, 8. November, wartet die Kreisliga West mit einem Klassiker auf. Der zuletzt ins Straucheln geratene FC Schwarzenfeld gastiert bei der DJK Dürnsricht. Die Fensterbacher setzten mit dem 1:1 bei Detag Wernberg ein großes Ausrufezeichen und möchten jetzt gegen den FC Schwarzenfeld für die nächste große Überraschung sorgen. Gespannt darf man auch am Sonntag, 9. November, auf die Partie zwischen der SpVgg Neukirchen-Balbini und dem TSV Detag Wernberg sein. Die Gastgeber erzielten in den letzten fünf Spielen 27 Treffer und stellen derzeit die beste Offensive der Liga. Der Gast aus dem nördlichen Landkreis Schwandorf überzeugt mit einer neuen Spielphilosophie und wird mit einer offensiven Ausrichtung versuchen, den Spielaufbau der SpVgg frühzeitig zu unterbinden.

Im Tabellenkeller duellieren sich die DJK Gleiritsch und der TSV Winklarn im direkten Vergleich. Auch die Sportfreunde aus Weidenthal dürfen sich tabellarisch beim Prestigeduell am Oberviechtacher Sandradl keine Niederlage leisten. Ebenfalls mit in der Abstiegsregion befindet sich der TSV Tännesberg, der beim starken ASV Burglengenfeld II auf ein Erfolgserlebnis hofft. Spielfrei ist der FC Schmidgaden.

DJK Dürnsricht       Sa. 14.15       FC Schwarzenfeld
Mit einer beeindruckenden Leistung ergatterte der Außenseiter DJK Dürnsricht am vergangenen Wochenende in Wernberg einen Zähler. "Meine Mannschaft hat den Tabellenführer ein ums andere Mal in Verlegenheit gebracht, darauf bin ich stolz", so Trainer Hans-Jürgen Plößl. Im Samstag-Derby gegen den FC Schwarzenfeld müssen die Gastgeber jedoch auf wichtige Stützen verzichten. Simon Heitzer fällt die gesamte Hinrunde wegen einer Bänderverletzung aus, Martin Sigl befindet sich im Urlaub, Max Schrott zog sich einen Leistenbruch zu und Kapitän Alex Honig hat unter der Woche die Grippe erwischt. Gästetrainer Wolfgang Stier hat ein Lob für seine Mannschaft übrig, vor allem für die Spieler, die Woche für Woche auf die Zähne beißen und sich in den Dienst der Mannschaft stellen. Der ehemalige Landesligist ist mit den bisher erreichten Punkten vollauf zufrieden und gastiert mit der Zielvorgabe Remis in Fensterbach. Mit Wolfgang Krisch und Marco Zirngibel fallen zwei wichtige Spieler bis zur Winterpause verletzungsbedingt aus.

SpVgg Neukirchen/B.       So. 14.15       TSV Detag Wernberg
"Unsere Offensive ist momentan im Rollen", freut sich SpVgg-Trainer Andreas Rogalski über die derzeitige ansteigende Formkurve seiner Mannschaft. Gegen den Tabellenführer aus Wernberg möchte man die Euphorie der letzten Wochen mitnehmen und den haushohen Favoriten ärgern. "Wir laufen wegen der Hinspielniederlage mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch auf", so Rogalski. Höchst unzufrieden war das Trainerduo Dominik Heimler/Christian Luff mit dem Auftritt der Mannschaft beim Remis gegen Dürnsricht. "Wir haben es den Gästen zu leicht gemacht, unsere Offensivbemühungen zu verteidigen", resümiert Christian Luff die Ursache für dieses Resultat. In Neukirchen/Balbini erwartet das Trainerduo eine enorm schwere Aufgabe und die derzeit stärkste Offensive der Liga. Mit Jurij Litke und Alexander Luff kehren zwei Akteure in den Kader zurück, Christoph Reis fehlt an diesem Wochenende.

FC OVI-Teunz       So. 14.15       SF Weidenthal
In Sachen Spielwitz und Einsatzbereitschaft kann FC-Trainer Jürgen Schönfelder seinen Jungs keinen Vorwurf machen. Allerdings mache sich seine Elf durch Unachtsamkeit das Leben immer wieder selbst schwer und dies führe zu vermeidbaren Gegentoren. Zu Hause am Oberviechtacher Sandradl ist seine Mannschaft nun tabellarisch in der Pflicht gegen den Nachbarn, um nicht näher an die Abstiegszone heranzurücken. Ebenfalls Abstand zur Abstiegszone benötigen die Sportfreunde. Trainer Christian Hechtl war mit der ersten Hälfte im Spiel der Vorwoche zufrieden. "Hier brauchen wir in Oberviechtach mehr Kontinuität über die gesamte Spielzeit", so der Gästecoach, der seinem Gegenüber Jürgen Schönfelder für die hervorragende Arbeit im Fusionsverein größten Respekt zollt.

DJK Gleiritsch       So. 14.15       TSV Winklarn
Für DJK-Trainer Markus Mois zählt in diesem "Sechspunktespiel" nur ein Sieg. "Wenn wir endlich unsere Tormöglichkeiten verwerten, sollte der so wichtige Dreier möglich sein." Der DJK-Coach sieht trotz weiterhin fehlender Stammkräfte zuversichtlich auf das bevorstehende Wochenende. "Wir möchten den Negativtrend stoppen, verlieren ist an diesem Wochenende verboten", so Winklarns Trainer Andre Schille vor diesem Abstiegskrimi. Vordergründig soll die Defensivarbeit stehen, um nicht erneut frühzeitig in einem so wichtigen Spiel ins Hintertreffen zu geraten. Leistungsträger Gerd Baier steht erneut nicht zur Verfügung und wird aller Voraussicht bis zum Saisonende fehlen.

FC Rötz       So. 14.15       TSV Nittenau
Der FC Rötz möchte sich mit dem zweiten Sieg in Serie im vorderen Bereich der Tabelle etablieren. Trainer Walter Wanninger, der wieder auf Matthias Rösch zurückgreifen kann, war mit der ansprechenden Leistung seiner Elf in Schwarzenfeld sehr zufrieden. "Wir wollen uns diesen Sieg mit einem Heimerfolg versilbern", so Walter Wanninger. Gleichzeitig warnt er vor den aufstrebenden Nittenauern, die seiner Meinung nach durch den Sieg über den ASV Burglengenfeld II mit viel Euphorie in den Chamer Landkreis reisen. Gästetrainer Roland Oberndorfer kennt die Bedeutung des Auswärtsspiels in Rötz: "Wenn wir wieder Anschluss ans rettende Ufer schaffen möchten, dürfen wir uns keine Aussetzer wie im Hinspiel leisten." Nittenaus Leistungsträger Stefan Schmidbauer hat seine Rotsperre abgesessen und ist wieder mit an Bord.

FC Wernberg       So. 14.15       FC Schwandorf
Der FC Wernberg konnte das spielfreie Wochenende genießen und ist nun gegen das Schlusslicht gefordert. Trainer Erwin Zimmermann weiß zu gut um die Bedeutung solcher Spiele: "Wir können eigentlich nur verlieren", so der Wernberger Coach, der in den noch vor der Winterpause verbleibenden vier Spielen höchste Effektivität von seiner Mannschaft einfordert. Mit dem Derby gegen den TSV Detag Wernberg und dem Auswärtsspiel in Schwarzenfeld warten noch zwei fußballerische "Leckerbissen" auf den Geheimfavoriten. Für die Gäste, die mit der 2:4-Niederlage gegen Gleiritsch wohl die letzte Chance auf den Liga-Verbleib verspielt haben, wollen die Saison mit Anstand zu Ende spielen und jeden Gegner immer wieder aufs Neue fordern.

Burglengenfeld II       So. 14.15       TSV Tännesberg
Der zweite Anzug des ASV Burglengenfeld musste beim TSV Nittenau eine vermeidbare Niederlage einstecken. Zudem schwächte sich die Mannschaft durch den Platzverweis von Oliver Schneeberger. Interimstrainer Christian Beer möchte dennoch den Platz im gesicherten Mittelfeld behalten und gegen den TSV Tännesberg eine ansprechende Leistung sehen. Nach einem etwas verkorksten Saisonverlauf möchte der TSV nun in Burglengenfeld nachlegen und den nächsten Dreier mit in den Landkreis Neustadt/WN nehmen. Auch die große Verletztenliste lichtet sich bei den Tännesbergern. Spielertrainer Turan Bafra kann bis auf Daniel Pieper und Andreas Lohrer seinen besten Kader aufbieten.
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