Jagd auf SV Grafenwöhr beginnt

Offensiver Antreiber und Torjäger Johannes Renner fehlt der Sportvereinigung Grafenwöhr aus gesundheitlichen Gründen mehrere Wochen. Wie diese Lücke geschlossen werden soll, muss der Vizemeister heute beim Saisonauftakt in Hahnbach beweisen. Bild: A. Schwarzmeier

Mit einer schweren Hypothek belastet geht die Sportvereinigung Grafenwöhr in ihre nächste Bezirksliga-Saison. Als Vizemeister des Vorjahres gehört die Mannschaft um den neuen Trainer Bernhard Solter zu den Gejagten im 16er-Feld.

Grafenwöhr. (dö) Das wird sie gleich beim Eröffnungsspiel zu spüren bekommen, wenn sie am Freitag, 24. Juli, um 19 Uhr beim SV Hahnbach anzutreten hat. Danach weiß man, wie die Grafenwöhrer im Spieljahr 2015/16 einzuschätzen sind.

Dass die Erfolgsserie nach der Winterpause, die den zweiten Tabellenplatz zur Folge hatte, fortgesetzt werden kann, ist zu bezweifeln. Solter beklagt nämlich gleich eine Verletztenliste, die nicht viel Gutes verspricht. Am meisten schmerzt der noch längere Ausfall von Johannes Renner aus gesundheitlichen Gründen. Gerade von seinen Offensivqualitäten hat die Sportvereinigung profitiert, sowohl als Vorbereiter als auch als Vollstrecker. "Diese Qualität fehlt uns für etliche Spiele", weiß Solter.

Auch Benjamin König kann nach seinem Bänderriss im Knie aus dem Relegationsspiel gegen Neukirchen/Blut noch nicht eingesetzt werden. Verletzungsbedingt konnten ebenso Florian Träger und Edgar Drat noch keine Trainingseinheit mitmachen. "Jammern gilt nicht, da müssen wir durch und versuchen, diese Lücken zu schließen", sieht Solter den Gegebenheiten ins Auge.

Chance für Nachwuchs

Großes Potenzial sieht der neue Coach in den beiden Nachwuchskräften Alex Dobmann und Valentin Schmidt. Ebenso positiv ist, dass Markus Kraus beruflich in der Region Fuß fassen konnte und endgültig bleibt. Auch das Torwartproblem weiß er mit Matthias Pautsch gelöst, nachdem mit Sebastian Kausler und Patrick Pachelbel gleich beide Schlussleute den Verein verlassen haben.

"Wenn alle fit sind, haben wir ein starkes Team, das wieder vorne mitmischen kann. Aber momentan stellt sich die Mannschaft von selbst auf. Deshalb müssen wir sehen, dass wir nicht gleich ins Hintertreffen geraten", so erwartet Bernhard Solter die nächsten Wochen. Das gilt vor allem für das Auftaktspiel am Freitag in Hahnbach, bei dem er auf seinen Freund und Trainerkollegen Stefan Fink trifft. Aber diese Freundschaft dürfte für 90 Minuten ruhen. "Hahnbach hat eine gute und eingespielte Mannschaft mit viel Qualität", schätzt er den Gastgeber ein. "Wir wollen uns trotzdem nicht nur hinten reinstellen, sondern durchaus unsere Chance nach vorne suchen. Wobei es auch kein blindes Anstürmen gibt", gibt Solter einen Ausblick auf die taktische Ausrichtung bei diesem Spiel.
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