Jagd: Einiges ändert sich

Die Jagdhorn-Bläser der Genossenschaft Auerbach sorgten für Musik.

Hell klangen die Hörner durch das Wellucker Gemeindezentrum als das Bläserensemble die Herbstversammlung der Jagdgenossenschaft Auerbach mit ihren Signalen eröffnete. Da ertönte zunächst "Begrüßung", der "Hirschmarsch" und das "Echo für vier Jagdhörner".

Allen in der Runde, ob Jagdgenosse, -besitzer oder -pächter entbot der Vorsitzende Dieter Möller ein kräftiges Waidmannsheil, bevor er die Aktivitäten des Jahres im Bild Revue passieren ließ und unterhaltsam kommentierte. Seit der Frühjahrsversammlung mit der Hegeschau gab es acht gesellige Aktivitäten rund um das hiesige Jagdgeschehen. Ein besonderes Ereignis war die Gestaltung des Patronats der Dreifaltigkeitskapelle auf dem Gottvaterberg mit dem ersten Auftritt der neu gegründeten Alphornbläsergruppe. Das Trio aus Hornmeister Eberhard Wild, dem Vorsitzendem Dieter Möller und Roland Schleicher ist seither durch Sabine Grüner zum Quartett angewachsen.

Die besten Schützen

Das jüngste Ereignis war die musikalische Umrahmung des Kutschen-events auf Schloss Kühlenfels durch die Jagdhornbläsergruppe. Nun freut die Gruppe sich auf die Hubertusmesse, auf die Beteiligung an der Maffeiweihnacht und das Konzert der Bläser im Krankenhaus.

Erneut nahm das Bläserkorps der Auerbacher Jagdgenossen Aufstellung als Schießreferent Uli Schomann und Vorsitzender Dieter Möller die Ergebnisse bekanntgaben und Ernst Lehr als besten Büchsenschützen sowie Dieter Graf als Gewinner beim Pistolen- und Revolverschießen mit den Ehrenscheiben auszeichneten. Für den verhinderten Dieter Graf nahm Susanne Graf die Ehrenscheibe in Empfang.

Über Einzelheiten zu der geplanten Satzungsänderung informierte schließlich Möller. Sie ist erforderlich nach dem Austritt des Bayerischen Jagdverbands (BJV) aus dem Deutschen Jagdverband (DJV), weshalb auch der BJV seine Satzung änderte. Für die Überarbeitung der Satzung der Jagdgenossenschaft Auerbach legte Möller das Muster des BJV zugrunde. Er berücksichtigte dabei auch die Novellierungen im Vereinsrecht und die neuen Regelungen und Formulierungen.

Die Beratung und Überprüfung oblag Dr. Peter Greeske, dem Vorsitzenden des Rechtsausschusses des Bayerischen Jagdverbands. Die neue Satzung wird nun mit den strukturbedingten und redaktionellen Änderungen den Auerbacher Jagdgenossen vorgestellt. Eine Abstimmung über die Satzungsänderung erfolgt dann in der Frühjahrsversammlung im März.

Weiter informierte Möller über die deutschlandweiten Bewegungen rund um die Jagdgesetzgebung. Der Bayerische Städtetag hat Änderungsvorschläge für das bayerische Jagdgesetz erarbeitet, die bisher nur intern beraten wurden. So wird die Einführung der Nachtjagd mit unbeschränkter Verwendung des Nachtzielgerätes auf alles Schalenwild und die Freigabe des Schrotschusses auf Rehwild vorgeschlagen.

Die generelle Rehwildjagdzeit soll bis zum 31. Januar freigegeben werden. Auch hält man allgemein eine Abschaffung der Jagdberater für möglich. Möller sieht darin eine Öko-Jagd-Ideologie in Reinform, welche das Jagdgesetz "auf den Kopf stellt". Diese Änderungsvorschläge wurden auf der Sondertagung des BJV-Vorstands erörtert, die auch eine Resolution verfasste. Darin wird gefordert, das jagdliche Ehrenamt anzuerkennen, die KULAP-Maßnahmen fortzusetzen und auf Änderungen des Jagdgesetzes zu verzichten. Entschieden soll man sich für eine Umsetzung der BJV-Schwarzwildstrategie verwenden und gegen Umweltkriminalität verwahren.

Schalldämpfer erlaubt

Uli Schomann erläuterte die Änderungen, die sich mit der Freigabe von Schalldämpfern ergeben. Die persönlich gewünschte Genehmigung muss bei der unteren Jagdschutzbehörde beantragt werden und schließlich registriert und in den Waffenschein eingetragen werden.

Der gesamte behördliche Vorgang ist mit Gebühren in Höhe von rund 80 Euro verbunden. Ein Schalldämpfer dient in erster Linie dem Gehörschutz des Jagdgenossen. Er verlängert den Lauf des Gewehrs und verändert die Schusswerte. Deshalb ist ein Neubeschuss der Waffe erforderlich. Für die Beschaffung eines Schalldämpfers, das Schneiden des Gewindes am Lauf und die behördliche Genehmigung sind Kosten von rund 500 Euro zu veranschlagen.
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