Jagdgenossenschaft warnt vor größeren Populationen
Rotten gesichtet

Schwarzenfeld. (ksi) Die Jagdgenossenschaft Frotzersricht umfasst 800 Hektar Jagdfläche und 100 Jagdgenossen, die Kasse ist geordnet. Keine Änderungen gibt es bei der Verwendung des Jagdpachtschillings. Anträge für die Auszahlung der Geldbeträge müssen im April gestellt werden.

Bei der Versammlung in der Gastwirtschaft "Deml" in Deiselkühn berichtete Jagdvorsteher Anton Gradl im Beisein der Jagdpächter Friedrich Bertram und Torsten Graf, dass an geeigneten Plätzen der Jagdgenossenschaft wieder Schotter angefahren wurde, welcher ausnahmslos für den Wegebau bestimmt ist. Winterbegrünung, Mulchsaaten, Blühflächen als Maisabrundung: Dadurch wurden und werden Lebensräume für das Niederwild geschaffen. "Wald und Wild ist unsere Devise", betonte Gradl. Es wird auch ein forstliches Gutachten für die Waldverjüngung erstellt. Der digitale Jagdkataster ist verpflichtend. Die Schäden der Biber halten sich in Grenzen.

Jagdpächter Torsten Graf berichtete, dass die Erfüllung des Abschussplanes mit 15 Rehen voll erfüllt wurde. Leider wurden nur sechs waidmännisch erlegt. Vier Tiere kamen durch Mäharbeiten, fünf im Straßenverkehr zu Tode. Graf listete noch 17 Hasen, 12 Füchse, 18 Stockenten, 46 Kormorane, 27 Krähen und 5 Biber auf. Gesichtet wurden Wildschweinrotten - ein jagdliches Problem. "Wir müssen wachsam sein, dass keine Population im Großen entsteht", so Graf. Beobachtungen sollten gemeldet werden. Graf führte weiter aus, dass Blühstreifen eine Lebensraumverbesserung für das Wild und zugleich ein ökologischer Nutzfaktor sind.

Den Jägern Jürgen Müller und Franz Böckl erteilte Graf zur Bejagung der Kormorane eine Einzelabschussgenehmigung, welche jederzeit widerrufbar ist.
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