Jagdkataster wird erstellt - Gegen Nachtzielgeräte
Pacht wird in Wege investiert

In ihrer Jahreshauptversammlung beschlossen die Genossen des Jagdbogens Röthenbach einen neuen Jagdkataster. Die letztmalige Erfassung liegt bereits 25 Jahre zurück. Zudem mussten die Anwesenden einen Ersatz für den verstorbenen Beisitzer Karl Rupprecht bestimmen. Zwei Bewerber standen zur Wahl. Die Jagdgenossen votierten mehrheitlich für Josef Selch.

Jagdvorsteher Johann Käß berichtete, dass 2014 ein ruhiges Jahr gewesen sei. Ein größerer Wildschaden wurde vom Jagdpächter selbst geregelt und kleinere Schäden gar nicht gemeldet. Ein Relikt aus alten Tagen ist der vereinseigene Bagger, der laut Käß im Vorjahr überhaupt nicht mehr ausgeliehen wurde und nun veräußert werden soll. Diesem Vorschlag stimmten die Mitglieder zu. Das Bagger-Konto kann dann der Hauptkasse zugeführt werden.

Die Mitglieder entschieden, die Jagdpacht für Wegebaumaßnahmen und Schotterreserven zu verwenden. Etwa 400 bis 450 Euro wird zudem die Katastererstellung kosten. Kassier Albert Bader informierte zudem darüber, dass die Jagdgenossen einen Zuschuss von 1090 Euro für das Dorfkreuz an die Initiatoren überwiesen hatten. Jagdpächter Dr. Herbert Steiner sprach von "keinen besonderen Vorkommnissen". Der Abschussplan für Rehwild sei erfüllt worden, der Bestand stabilisiere sich, Rotwild sei vorhanden aber keines erlegt worden. Das Wildschwein-Vorkommen habe sich kaum erhöht, die Wildschäden seien deshalb auch nicht nennenswert. Die Zahl der erlegten Sauen bezifferte Steiner auf elf.

Wenn er auch nicht glaube, dass die allerorts diskutierte Wildschadenversicherung genügend Befürworter findet, so sei diese aus seiner Sicht zumindest eine Überlegung wert, erklärte der Jagdpächter. Die auf Druck des Bauernverbandes im Landtag geführte Diskussion zur Einführung von Nachtzielgeräten für die Schwarzwildjagd sei für die Jäger überzogen, urteilte er. Zahlen aus Versuchsländern würden belegen, dass sich mit dem Einsatz der kostspieligen Geräte die Anzahl der Tiere und der Schaden nicht wesentlich verringert hätten.

"Ich würde diese Art der Bejagung niemals machen, weil mit der Nachtbejagung die Wildschäden durch Verbiss wegen der sensiblen Reaktion von Reh- und Rotwild eher steigen werden", sagte Steiner.
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