Jagen mit Herz und Verstand

Kreisvorsitzender Hubert Rustler bedankte sich bei Hegegemeinschaftsleiterin Renate Meyer für die Ausrichtung der Hubertusfeier. Bild: wg

Das Bild kennt jeder: Ein Jäger kniet vor einem Hirsch, der ein Kreuz in seinem mächtigen Geweih trägt. Die Ehrfurcht vor der Kreatur tragen die Jäger alle Jahre beim Hubertustag in die Öffentlichkeit. Mit Erfolg.

Die Natur brachte die Hegegemeinschaft Mähring am Samstag in die Pfarrkirche St. Johannes in Großkonreuth. Das Gotteshaus war festlich geschmückt, vor dem Altar war ein Zehnender aufgebaut. Die Jagdhornbläser der Kreisgruppe gestalteten die Hubertusmesse musikalisch und erhielten viel Beifall. Pfarrer Ifemeje ging auf das Leben des Heiligen Hubertus ein. "Er war ein leidenschaftlicher Jäger, der die Natur liebte und dort Gottes Spur fand."

Jäger zu sein, sei für viele ein romantischer Traumberuf, aber er habe auch viel mit Arbeit und Verantwortung zu tun. Die Menschen sollten auf Gott vertrauen. "Das ist die richtige Spur!" Nach der festlichen Hubertusmesse feierten die Jäger im Sportheim Griesbach mit einem leckeren Wildschweinbraten.

1800 Sauen wurden letztes Jahr geschossen. Kreisvorsitzender Hubert Rustler appellierte an Gastronomie und Privatleute, doch auch Wild abzunehmen. Alle Tiere würden hinsichtlich ihrer Becquerel-Belastung untersucht, so dass eine Gesundheitsgefährdung ausgeschlossen sei.

Über 30 Jungjäger freute sich Gregor Ziegler. "Wir lernen euch das Jagen, das ist das A und O." Ziegler versprach, die jungen Nimrode an die Hand zu nehmen, damit sie ihrem Hobby nachgehen und es auch ausüben können mit allen Rechten und Pflichten. "Wir wollen unser Handwerk richtig machen." Die Jungjäger bat der Sprecher, die Tipps der Älteren auch anzunehmen, immer wieder zu üben, das Auge zu schulen und die Jagd auch ernst zu nehmen. Gleichzeitig warb Ziegler auch für einen Beitritt in den Jagdverband. "Auch wir brauchen Leute, um stark zu sein." Wer auf die Jagd gehe, sollte mit Herz jagen. "Es ist ein Hobby, das alles verlangt: Kopf und Körpereinsatz draußen in der Natur."

Gemeinsam mit Hubert Rustler überreichte Gregor Ziegler die Jagdkarten an die anwesenden Jungjäger. Von den 14 Teilnehmern aus der Region warf nur einer durchgefallen - wegen eines einzigen Punkts. Ziegler berichtete, dass auch die Jagdhornbläser Nachwuchs suchen. Probe ist immer am Dienstag um 20 Uhr. Ausbildungsleiter Engelbert Weiß bietet auch einen Schnupperkurs an.
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