Jahresversammlung der Flurbereinigungs-Genossenschaft mit Hindernissen
Wichtige Dinge nicht geklärt

Niemand wollte den Vorstandsposten übernehmen. Sogar eine Auflösung der Flurbereinigungs-Genossenschaft mit der Übergabe an die Gemeinde wurde ins Auge gefasst; doch Bürgermeister Ernst Neumann winkte ab. Dafür werde es wohl keine Mehrheit im Gemeinderat geben.

Die Jahreshauptversammlung am Donnerstag im Gasthaus Knopf verlief zunächst unspektakulär. Nach den Berichten herrschte bei der Entlastung des Kassiers noch Einmütigkeit. Doch Karl Reichl und Elmar Hein stimmten gegen die Entlastung des Vorsitzenden Holger Schübel.

Es seien wichtige Dinge nicht geklärt, argumentierte Reichl, erinnerte an einen Brief. Den habe er dem damaligen Vorsitzenden Karl Schübel übergeben. Und bis heute auf seine Fragen zur Grundstücksverpachtung, Verrohrung offener Gräben und Verschmutzung von Gräben keine Antwort erhalten. In der vorherigen Jahreshauptversammlung sei er, Reichl, nach dem Erinnern an seine Forderungen harsch und beleidigend abgefertigt worden. "Dies lasse ich mir nicht gefallen", sagte Reichl, forderte Antworten auf seine Fragen ein. "Ansonsten werde ich gerichtliche Schritte einleiten."

Auch am Amt für Ländliche Entwicklung übte Reichl Kritik, weil hier seiner Meinung nach noch nichts unternommen wurde. Regina Waltl, Sachgebietsleiterin Recht in der Tirschenreuther Behörde, erklärte, in der Kürze der Zeit sei eine Reaktion nicht möglich gewesen. Es wären ausführliche Recherchen nötig.

Schließlich einige sich die Versammlung doch soweit, die Vorstandswahlen durchzuführen. Diese mussten aber abgebrochen werden: Unter den vier durch geheime Wahl bestimmten Persönlichkeiten - Stephan Schübel, Holger Schübel, Edmund Fuchs und Herbert Gadelmeier - fand sich niemand bereit, den Vorsitz zu übernehmen. Der bisherige Vorsitzende Holger Schübel stellte die Frage in den Raum, wie es in fünf Jahren ausschaue, wenn nur noch einige der Anwesenden mit am Tisch sitzen und das Häuflein Aufrechter immer kleiner wird.

Neuer Termin für Wahl

Oberregierungsrätin Waltl stellte darauf hin die Wahl des neuen Vorstands zurück. Zunächst müssten einige Dinge geklärt werden, auch mit der Frage des Vorsitzenden. Dies könne man in einer gemeinsamen Sitzung erreichen und sich dann noch einmal zur Vorstandswahl treffen. Dieser Lösung stimmten alle Anwesenden zu. (Weiterer Bericht folgt)
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