Jahresversammlung: Jagdgenossen sprechen sich einstimmig für Torre Böttcher aus
Weiterer Pächter im Revier

Zukunftsweisende Beschlüsse fasste die Jahresversammlung der Kemnather Jagdgenossen bezüglich der Jagdpächter und der Jagdbögen. Ab 1. April 2016 werden die drei Kemnather Jagdbögen in zwei zusammengelegt und wird die Jagdpacht auf weitere neun Jahre vergeben. Auf Antrag von Jagdpächter Konrad Wilfurth kommt ab sofort Torre Böttcher als neuer Pächter hinzu.

Nachdem Rudolf Kraus aus Altersgründen und sein Sohn Bernhard aus beruflichen Gründen ab April 2016 die Jagdpacht nicht verlängern, mussten die Vorstandschaft und die Jäger nach einer Lösung suchen. Nur weil das Klima zwischen Jägern und Jagdgenossen laut Einschätzung von Vorstand Hans Reng gut und unbelastet sei, kam eine Einigung im Vorfeld zustande, die die Versammlung auch einstimmig absegnete. Nachdem die Veränderungen verwaltungstechnisch bearbeitet und der Jagdkataster gänzlich digitalisiert ist, können die neuen Festlegungen nach einem Jahr in Kraft treten. Danach sind für den Bogen West Konrad Wilfurth und Torre Böttcher sowie für den Bogen Ost Rudi Reil, Wolfgang Bähnk und Christoph Grabinger die Pächter. Der Hektarpreis wurde etwas gesenkt, die Wildschadensgrenze liegt bei 1000 Euro im Jahr. Es gibt außerdem eine Abschussprämie von 20 Euro pro Wildschwein.

In seinem Rechenschaftsbericht führte Vorsitzender Hans Reng aus, dass im abgelaufenen Jahr 6750 Euro für den Wegebau und 1500 Euro zur Digitalisierung des Jagdkatasters ausgegeben worden seien, dass drei Jagdgenossen den vollen Jagdpacht ausbezahlt haben wollten und einige Infoveranstaltungen besucht worden seien. Wegen der vielen Abschüsse seien die Schwarzkittelschäden niedrig gehalten und die Verbissschäden durch geeignete Maßnahmen ebenfalls auf ein Minimum geschraubt worden, betonte Reng. Er erinnerte an Möglichkeiten zur Schadensbegrenzung - wie Absprachen mit den Jägern, Schneißen in den Maisfeldern und das Mähen der Wiesen von der Mitte aus. Mehr Sorgen bereiteten ihm zur Zeit die Fegeschäden, die von den Rehböcken verursacht wurden. Weiter schlug der Jagdvorsteher vor, dass mit dem Jagdschilling wie im Vorjahr verfahren werde, was auch einhellige Zustimmung fand. Ferner müsse die gewollte vollständige Jagdpachtauszahlung bis zum 23. Mai schriftlich beantragt werden. Schließlich lud Reng noch zu einer Waldbegehung ein, die am 26. April um 9.30 Uhr bei der Brennerei seinen Ausgang nimmt.

Von der stolzen Abschusszahl von 58 Sauen berichtete Rudi Reil von der Jägerschaft, wodurch eine enorme Schadensbegrenzung erreicht worden sei. Auch begrüßte er die beschlossenen Veränderungen zum Jagdgebiet und zählte einige Investitionen zur Verringerung des Fallwilds auf. Reil hoffte mit seinen Kollegen auf weitere gute Zusammenarbeit. In diesem Wunsch wurde er auch von Bürgermeister Sepp Reindl unterstützt.
Weitere Beiträge zu den Themen: Kemnath am Buchberg (408)April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.